Buntes aus der Oberpfalz

Der Blaimer mit seinen hüftlangen Haaren auf dem Plakat, die Raith-Schwestern Susanne (links) und Tanja (rechts) in Original. Gemeinsam besuchten beide ihren Musikerfreund Christian Ziegler (Mitte) und kündigten ein Konzert im Oktober in seiner Gemeinde an. Bild: hou
Kultur
Fensterbach
29.08.2016
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Sie kommen von der Volksmusik und machen Musik fürs Volk. Zwei Frauen aus der Oberpfalz, die sich in allen bayerischen Konzertsälen etabliert haben: Die Raith-Schwestern. Vollblutmusikerinnen sind sie, die Gleichgesinnte gerne auch mal privat treffen.

Bürgermeister Christian Ziegler ist nicht nur Gemeindeoberhaupt. Er gilt auch als ein Meister des Blasinstruments, so saß er wieder zusammen mit Profis aus ganz Deutschland auf einem der Podien des Straubinger Gäubodenfestes. Das wollten sich Tanja und Susanne Raith aus Wald bei Roding nicht entgehen lassen. Doch weil dort Trubel herrscht, besuchten sie ihren langjährigen Freund Christian Ziegler schon vorher in dessen Heimatgemeinde.

Der Plausch auf der Hotel-Terrasse in Wolfringmühle dauerte zweieinhalb Stunden. Dabei kamen Namen ins Gespräch, die nicht nur in Künstlerkreisen bekannt sind: Haindling-Bandleader Hans-Jürgen Buchner, Kabarettist und Schauspieler Ottfried Fischer. Freunde und Leitfiguren für die Raith-Schwestern. Längst aber haben sie einen eigenen Stil, sind zusammen mit einem Partner namens Andreas Blaimer zum Begriff geworden. "Da Blaimer", wie ihn Tanja Raith nennt, ist übrigens ihr Ehemann und Vater des gemeinsamen 15-jährigen Sohnes.

Stil nicht einzuordnen


Tanja und Susanne Raith kommen aus der Volksmusikszene. Mutter Monika hat ihnen den musikalischen Weg gewiesen, schon als Kinder standen sie auf Bühnen, damals mit Alois Gillitzer aus Niedermurach und Otto Peisl aus Cham. Langsam, aber sehr zielorientiert, haben sie daraus einen eigen Stil entwickelt. Er lässt sich nirgends einordnen, trägt Alleinstellungsmerkmale: Rockig und swingend manchmal, dann wieder strikt an den Wurzeln entlang. Glänzend im Gesang, bester Gitarrensound, eine Prise Kabarett dazwischen gestreut.

"I g'hör net nach Hamburg" heißt einer ihrer Songs. Richtig: Da haben sie nie hin gewollt, die Raith-Schwestern. Von daher, so erzählen beide, managen sie sich auch selbst, nehmen nahezu ausschließlich Termine im Freistaat an. Weil sie dort so reden und singen können, wie ihnen der oberpfälzische Schnabel gewachsen ist. An der Alster würden beide wohl auch Fragezeichen beim Publikum hinterlassen, wenn plötzlich ein für bayerische Ohren gedachtes Lied namens "Mi juckt mei Fuaß" erklingt.

Dem Fensterbacher Bürgermeister Ziegler hatten die Raith-Schwestern schon lange einen Auftritt in seiner Gemeinde versprochen. Diese Zusage lösen sie nun am Samstag, 29. Oktober, ein. Ab 20 Uhr treten die beiden lebenslustigen Damen gemeinsam mit dem "Blaimer" und ihren anderen Bandmitgliedern im Dürnsrichter Kulturzentrum auf. Einer dieser Mitstreiter ist übrigens der Sohn des einstigen Showband-Chefs Ambros Seelos.

Neues Programm


"I mog's bunt!" heißt das Programm der Raith-Schwestern - ein Streifzug durch bayerische Befindlichkeiten unserer Zeit. Vom Titel her aber auch sehr deutlich einzuordnen. Denn mit dem Begriff "Bunt" wird denen die Stirn geboten, die da meinen, sie müssten "Braun" in diesem Land daherkommen.

Ein Stück Kultur im Kulturzentrum. Gemacht von Leuten aus der Oberpfalz, die unsere Region glänzend unter den Showgeschäfts-Größen aus Bayern vertreten. So wie die Spider Murphy Gang, bei deren 40-jährigem Bühnenjubiläum die Raith-Schwestern nächstes Jahr zu den Gratulanten zählen. Karten gibt es jetzt bereits im Rathaus der Gemeinde Fensterbach (Telefon 09438/901 110).
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