Abc des Stäbchenhaltens

Fortbildung wird bei den Kapellen, die im Kreisverband des Nordbayerischen Musikbundes organisiert sind, groß geschrieben. Bild: bph
Lokales
Fensterbach
21.02.2015
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Mit einer Fortbildungsinitiative startete der Kreisverband des Nordbayerischen Musikbundes in das Jahr 2015. Bei einem zweitägigen Workshop für "Instrumental-Ausbilder" im Musikverein trafen sich 24 Ausbilder, um ihre Unterrichtsmethodik zu verbessern. Doch wer anderen den Takt vorgeben will, braucht noch mehr Wissen und Erfahrung.

Auf Initiative des Kreisvorsitzenden Joseph Ferstl gab es deshalb in der darauf folgenden Woche einen zweiten Workshop. Er fand ebenfalls im Musikheim der Jugendblaskapelle Fensterbach in Wolfring statt und stand ganz im Zeichen des Dirigats. Der Kurs war für erfahrene Musiker gedacht, die in ihren Heimatvereinen aushilfsweise als Vizedirigenten tätig sind oder künftig bei Ständchen oder kleinen Auftritten der Kapellen kurz zum Einsatz kommen sollen. Inhalt war die Einweisung in die allgemeinen Grundlagen des Dirigierens und der Schlagtechnik in den verschiedenen Taktarten.

Gleich 35 Dirigenten - Neulinge aus der ganzen Oberpfalz von Mitterteich bis Furth im Wald - hatten sich dazu gemeldet. Mutig standen sie am Dirigentenpult und übten unter den kritischen Blicken des stellvertretenden Bezirksdirigenten Stefan Neger und Kreisdirigenten Anton Lottner eine "funktionale Technik" - das Dirigieren. Am Vormittag hatten die Interessenten viel über die Theorie des Dirigierens und über den Austausch zwischen Dirigent und Orchester gelernt und sich mit Trockenübungen auf ihren Einsatz vorbereitet.

Die meisten Neulinge feierten dann nachmittags bei dem Workshop für "Hilfsdirigenten im Musikverein" ihre Premiere am Taktstock. Etwas nervös hatte so mancher den Auftritt anderer Dirigentenanfänger verfolgt und auf seinem Platz nochmals Taktübungen gemacht, bevor er selbst ans Pult trat in die Welt des Dirigierens. Auch wenn es mit dem Schlusspunkt oft nicht gleich so klappte, bekamen die Anfänger freundlichen Applaus vom Workshop-Orchester, viel Lob von den Dozenten und den Hinweis, immer zuerst die Taktstock-Spitze sprechen zu lassen: "Da vorne ist die Musik drin!"

Es gibt zwar grundlegende Regeln für die Dirigiertechnik. So wird die klare Ansage der einen Hand und des Taktstocks zu Tempo und Nuancen ergänzt durch die zweite Hand für besondere Einsätze und um die Aufmerksamkeit des Orchesters auf spezielle Stellen im Stück zu lenken. Es gilt aber auch: "Dirigenten dürfen alles tun, wenn's nur funktioniert". Wie dem auch sei - am Ende des Workshops gab es viele zufriedene Gesichter.

Einiges an Erfahrung reicher hatten die Kursteilnehmer den einhelligen Wunsch nach einer weiteren Fortbildung für "Hilfsdirigenten". Kreisvorsitzender Joseph Ferstl möchte ihnen diese Bitte gerne im kommenden Herbst oder spätestens im Frühjahr 2016 erfüllen.
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