Breitband muss kommen

Lokales
Fensterbach
26.11.2014
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Auch wenn vermutlich einiges an Eigenmitteln draufzulegen ist: Beim Breitbandausbau will die Gemeinde am Ball bleiben. Im Gemeinderat wurde deutlich, dass wichtige Schritte eingeleitet sind, um einen Weg zu ebnen, der für die Zukunft wichtig ist.

Vor Monaten schon hatte die Gemeinde einen Sondierungsauftrag an die in Neumarkt ansässige "Breitbandberatung Bayern GmbH" vergeben. Für das Büro referierte nun Walter Huber vor dem im Rathaus versammelten Plenum die bisher gewonnenen Erkenntnisse. Fest steht dabei: Fensterbach könnte mit staatlichen Finanzmitteln bis zu 950 000 Euro aus einem Programm rechnen, das bis 2018 läuft. Weitere 50 000 Euro gäbe es bei interkommunaler Zusammenarbeit mit einer Nachbargemeinde. Das will Fensterbach mit der angrenzenden Kommune Schmidgaden tun.

Mehr Kosten als Zuschüsse

Allerdings könnte das Vorhaben mehr kosten, als Zuschüsse zu erwarten sind. Diese Summe müsste dann aus Eigenmitteln bestritten werden. Sie könnten womöglich in sechsstelliger Höhe liegen. Interessant war, was Walter Huber zu dem Gemeindeteil Freihöls berichtete. Dort, so ließ er verlauten, wolle die Telekom von sich aus das Breitband realisieren.

Ansonsten muss das Breitbandvorhaben für alle anderen zur Gemeinde gehörenden Orte ausgeschrieben werden. Dabei könne sich, ließ Huber auf Nachfrage vernehmen, natürlich auch die Telekom bewerben. "Kommen Unkosten auf die einzelnen PC-Besitzer zu?", wollte Gemeinderätin Dr. Marlene Groitl wissen. Huber verneinte und fügte hinzu: "Wenn ausgeschrieben ist, kann man nicht mehr aussteigen." Das wolle man auch nicht, vertrat Gemeinderat Florian Adam seinen Standpunkt. "Denn wer hier aussteigt, gerät ins Hintertreffen."

"Wie aber können wir das alles finanzieren?, fragte Gemeinderätin Sonja Haubelt angesichts anderer Projekt, die geplant und folglich auch zu bezahlen sind. Ein brennendes Problem unzweifelhaft. Doch letztlich überwog im Plenum die Meinung, dass das Breitband auch in Fensterbach eingerichtet werden muss. Einstimmigkeit herrschte bei dem Beschluss, mit der Gemeinde Schmidgaden eine enge Zusammenarbeit zu suchen. Dort wird demnächst bereits die Vergabe ausgeschrieben.
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