Christian Ziegler gewinnt

Lokales
Fensterbach
19.10.2015
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Der 48-jährige Christian Ziegler ist neuer Bürgermeister. In einer Stichwahl setzte sich der Berufssoldat aus Wolfring am Sonntag relativ klar mit 53,6 Prozent gegen Dr. Marlene Groitl (61) aus Dürnsricht durch. Auf sie entfielen 46,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung war mit 66,3 Prozent nur geringfügig höher als vor zwei Wochen.

Die Spannung im Rathaus dauerte genau 45 Minuten. Dann war alles klar: Christian Ziegler hatte die Stichwahl für sich entschieden. Die Stimmberechtigten aus Wolfring standen sehr deutlich an seiner Seite.

Genau das war für ihn der Schlüssel zum Erfolg. Denn seine Gegenkandidatin Dr. Marlene Groitl schaffte es nicht, nach dem Ausscheiden des CSU-Bewerbers Thomas Schmid in ihrem Wohnort Dürnsricht für den von ihr erhofften Durchbruch zu sorgen. 677 Stimmen (53,6 Prozent) entfielen im Endergebnis auf Christian Ziegler, 586 (46,4 Prozent) auf Groitl. "Das", sagten Beobachter der Auszählung, "hätten wir uns sehr viel enger vorgestellt."

Wolfring als Hausmacht

Dr. Marlene Groitl zeigte sich als faire Verliererin. Sie gratulierte dem neuen Bürgermeister und hörte von ihm: "Wir haben uns gegenseitig nichts vorzuwerfen." Danach sagte Christian Ziegler: "Das ist für mich eine große Überraschung." Er, der bisher nie etwas mit der Kommunalpolitik zu tun hatte, lobte seine Gegenkandidatin und sprach "von einem fairen Wahlkampf auf Augenhöhe". Wenn am Montag seine Vereidigung erfolgt ist, will er vorrangig mit dem Verwaltungspersonal Gespräche führen und sich dann "Schritt für Schritt im neuen Amt einarbeiten." Enttäuschung bei Marlene Groitl: "Wenn Wolfring zusammenhält, wird es schwierig. Das hat sich heute gezeigt", ließ sie anklingen und fügte hinzu: "Ab sofort geht es weiter als Dritte Bürgermeisterin."

Massiv zum Sieg von Christian Ziegler trug das Ergebnis in Wolfring bei. Dort gab es bei einer Beteiligung von 59,8 Prozent 367 Stimmen (75,1 Prozent) für ihn. Nur 122 (24,9 Prozent) stimmten für Groitl. Als dieses Ergebnis bekannt wurde, ruhten gespannte Blicke auf dem Stimmbezirk Dürnsricht. Dort gab es eine eher dürftige Beteiligung von 54,3 Prozent. Dr. Groitl gewann zwar mit 241 Stimmen (68,7 Prozent), und Ziegler blieb bei 110 (31,3 Prozent). Doch mithin stand fest: Der Vorsprung des Wolfringers war kaum aufzuholen.

Was würde der gespaltene Ortsteil Högling tun? Dort gingen von 445 Berechtigten nur 196 (44 Prozent) zur Wahl. Das waren immerhin zehn Prozent mehr als zwei Wochen davor. Doch Zieglers Vorsprung war nicht auszugleichen. Groitl erhielt 103 Stimmen (53,6 Prozent), auf Ziegler entfielen 89 (46,4 Prozent). Auch die Briefwahl ging an Groitl: Von 231 gültigen Stimmen entfielen 120 (51,9 Prozent) auf sie und 111 (48,1 Prozent) auf Ziegler. (Angemerkt)
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