Der gemeindeeigene
Kaufen oder mieten?

Lokales
Fensterbach
05.06.2015
0
0
Kindergarten in Högling muss erweitert werden. Das wird Zeit in Anspruch nehmen, weshalb aus Platzgründen vorübergehend Container vor dem Hort aufzustellen sind. Werden diese gemietet oder womöglich angekauft?

(hou) In den nächsten Tagen bricht eine Abordnung der Gemeinde nach Oberfranken auf. In der Nähe von Kulmbach gibt es ein Dorf, das ähnliche Probleme wie Fensterbach hatte, zu diesem Zweck Container erwarb und sie nun weiterveräußern will. Gemeinderätin Dr. Marlene Groitl knüpfte Kontakte und bekam Infos, die sich gut anhörten: Insgesamt drei Container gibt es dort. Sie würden für 4500 Euro angeboten.

In der Juni-Sitzung des Gemeinderats wurde darüber hinaus klar: Es gäbe auch Möbel und eine Fußbodenheizung, die zum Verkauf stünden. Ein durchaus interessantes Angebot also, das weit unter den Kosten für Mietcontainer läge. Dafür wären zwischen 10 000 und 12 000 Euro aufzubringen. "Wir schauen uns das an", sagte Vize-Bürgermeister Josef Sturm. Das Plenum ermächtigte Sturm und die mit nach Oberfranken reisende Delegation zum Handeln.

Geklärt werden soll bei diesem Besuch, ob auch gleich vorhandene Möbel übernommen werden. Zu diskutieren war allerdings, wer die planerischen Arbeiten für den bereits beschlossenen Kindergartenanbau in die Hand nimmt. Der Gemeinderat entschied sich für eine Anfrage bei dem in Trisching ansässigen Architekten Helmut Schatz. Sollte der ablehnen, gäbe es zwei andere Möglichkeiten.

Marlene Groitl sorgte in der Sitzung noch für eine weitere Debatte. Sie hatte den Antrag gestellt, zur Weiterentwicklung von Bau- und Gewerbeflächen eine Arbeitsgemeinschaft innerhalb des Gemeinderates zu gründen. Wäre das sinnvoll? Durchaus, wie die überwiegende Mehrheit der Räte befand. Denn letztlich, so war zu vernehmen, sei es doch auf Dauer keine Lösung, ansiedlungswillige Unternehmer an benachbarte Kommunen zu verweisen, nur weil man selbst über keine bereitstehenden Flächen verfüge.

Es gab aber auch andere Meinungen. Etwa in die Richtung, dass die Gemeinde über keine Mittel verfüge, Areale von Eigentümern anzukaufen, um sie dann anbieten zu können. "Eine solche Arbeitsgemeinschaft schadet nicht", warf der geschäftsleitende Beamte Peter Fleißner in die Diskussion. Diese Ansicht vertrat auch das Plenum und akzeptierte mit einer Gegenstimme den Vorschlag Groitls. Drei Räte werden der Arge angehören. Die Wählergemeinschaften Högling, Wolfring und Dürnsricht sollen bis zur nächsten Sitzung Namensvorschläge erarbeiten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.