Der Satz regte zum Nachdenken an: "Wir müssen wieder so weit kommen, dass wir solche Maßnahmen aus dem Haushalt finanzieren", sagte Peter Neidl, als der Fensterbacher Gemeinderat in den Schacht eines dringend zu sanierenden Kanals blickte.
Sintflut verlangt rasches Handeln

Wir haben das gerne gemacht.
Lokales
Fensterbach
22.10.2014
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(hou) Es ist üblich, dass sich der Gemeinderat jährlich mehrfach auf eine Besichtigungstour begibt. Diesmal führte der Weg zur Schmidgadener Straße in Dürnsricht, wo eine Kanalbaumaßnahme keinen Aufschub duldet. Denn dort, wo Schulstraße und die Zufahrt zum Neubaugebiet Steinleite abzweigen, hatte es heuer nach einem sintflutartigen Unwetter erhebliche Gebäudeschäden durch eindringende Wassermassen gegeben.

Nun müssen rund 200 000 Euro quasi aus dem Stand locker gemacht werden, um zumindest ein 175 Meter langes Kanalstück, das von der Schmidgadener Straße hinunter zu der den Ort durchquerenden Staatsstraße führt, neu verlegen zu lassen. Die Finanzierung steht irgendwie noch in den Sternen, doch gewiss ist: Das Projekt ist unumgänglich. Soll im Zuge der Maßnahme auch gleich noch ein Gehweg entstehen? Wohl eher nicht, wie es nach der Ortsbesichtigung aussah. Den Ingenieurvertrag mit einem Planungsbüro gibt es bereits, der Gemeinderat hatte ihm in seiner vergangenen Sitzung zugestimmt. Eine Alternative lag nicht vor.

Hoffen auf Erhalt

Die Fensterbach-Tour des Gemeinderats hatte aber noch andere Ziele. Zum Beispiel die Schule in Dürnsricht, in der zwischenzeitlich acht behinderte Kinder unterrichtet werden. Um deren Ansprüchen zu genügen, mussten bauliche Maßnahmen in die Wege geleitet werden: behindertengerechte Toiletten für Jungen und Mädchen, Lifte für Rollstühle. Die behinderten Schüler stammen sowohl aus dem Kreis Schwandorf als auch aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach. "Wir haben das gerne gemacht", äußerte Bürgermeister Hans Schrott bei der Besichtigung. Dabei hofft die Gemeinde natürlich auch darauf, dass ihre Grundschule langfristig erhalten bleibt.

In jeder Gemeinde gibt es neben großen auch kleine Probleme. Etwa diese: Soll ein Zaun am Dürnsrichter Friedhofrand verlängert werden oder genügt eine Thujenhecke, um knabbernde Feldhasen abzuhalten? Wie geht es mit möglichen Bauplätzen entlang der Sportplatzstraße in Dürnsricht weiter? Hierzu soll es nun ein Gespräch mit der Kirchenverwaltung geben. Sie besitzt dort Grund.

Standort für Urnengräber

Handlungsbedarf besteht, wie das Plenum vor Ort feststellte, in Jeding. Dort verschieben sich Kanalabdeckungen. "Marode", befand Bürgermeister Schrott. Reparaturmaßnahmen sind unumgänglich. Am Friedhof in Högling installierte der Bauhof neben dem Leichenhaus eine Leuchte. Bürger hatten diesen Wunsch an die Gemeinde herangetragen. Diskutiert wurde, an welcher Stelle im Höglinger Friedhof Urnengräber eingerichtet werden können. Darüber aber will der Gemeinderat noch einmal debattieren, da es Meinungsunterschiede gibt.
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