Die Frage lautete: "Dürfen Feldwege, die der Kommune gehören, einfach umgeackert werden?" Mehrfach hatte sich der Fensterbacher Gemeinderat mit diesem Thema zu befassen. Jetzt steht fest: Wer das tut, zahlt künftig Pacht.
Wer einen Weg umpflügt, zahlt

Lokales
Fensterbach
21.03.2015
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(hou) Im November vergangenen Jahres hatte sich Gemeinderätin Dr. Marlene Groitl danach erkundigt, ob es denn sein könne, dass ein der Kommune gehörender Feldweg bei Dürnsricht plötzlich verschwunden sei. Er sei offenbar umgepflügt worden. Die Frage löste erste Debatten aus, in späteren Sitzungen wurde - aus Gründen des Datenschutzes und den damit verbundenen Namensnennungen - nichtöffentlich geredet.

"Nichts zu verbergen"

"Wir hatten nichts zu verbergen", meinte Bürgermeister Schrott nach der März-Sitzung des Plenums und informierte, dass die Angelegenheit ausgiebig erörtert und letztlich auch eine Lösung gefunden worden sei. Voraus schickte Schrott, "dass es in der Vergangenheit Landwirte gab, die solche Wege umgeackert und uns das auch gesagt haben". Als Gemeindeoberhaupt habe er dann, so Schrott, die Anweisung gegeben, dass diese Leute "eine jährlich wiederkehrende Spende an den Kindergarten zu machen hatten".

Gilt ab heuer

"Doch es gab auch welche, die uns das nicht mitgeteilt haben", informierte Schrott. Man kenne diesen Personenkreis nun, habe ihn festgestellt. Der Gemeinderat, so berichtete der Bürgermeister, sei um eine gerechte Lösung bemüht gewesen. Ab diesem Jahr würden nun drei Cent jährlich pro umgeackertem Quadratmeter als Pacht verlangt. Dazu werde es eigene Verträge geben. Schrott: "Das gilt ab heuer. Rückwirkend wird nichts verlangt. Damit bringen wir alles auf eine Linie."

Und wenn jemand nicht zahlen will? Auch hier ist die Meinung der Gemeinde Fensterbach eindeutig: "Dann muss der Weg wieder so hergestellt werden, wie er war." Keinen Zweifel ließ Bürgermeister Schrott daran aufkommen, dass ein Augenmerk darauf gelegt wird, dass Grenzsteine vorhanden sind.

Die Feuerwehr Högling hatte kürzlich Stefan Brunner zum Kommandanten und Hubert Meierhofer zu dessen Stellvertreter gewählt. Dieser Entscheidung musste nun, wie es das Gesetz vorschreibt, der Fensterbacher Gemeinderat zustimmen. Er tat es ohne jedes Gegenvotum.
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