Die Kinder warten schon

Rund 51 000 Päckchen mit Grundnahrungsmitteln oder Hygieneartikeln bringen die 39 Lkws der Johanniter-Weihnachtstrucker in diesen Tagen nach Rumänien (Bild), Albanien und Bosnien. Sie werden schon überall sehnlichst erwartet. Bild: hfz
Lokales
Fensterbach
29.12.2014
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Einen neuen Rekord gab es bei den Paketen für die Aktion Weihnachtstrucker der Johanniter, die die Firma Godelmann an ihrem Höglinger Standort einsammelt: 6450 Päckchen sind rund 500 mehr als im vergangenen Jahr. Heute werden sie schon in Rumänien verteilt.

(nib/ll) An der Aktion beteiligten sich Schulen und Kindergärten, kirchliche Organisationen und Vereine. Die Mitarbeiter vieler Firmen leisteten ebenso einen großen Beitrag, um diese Fahrt zu ermöglichen, die vor allem den Kindern in den armen Regionen Europas eine Weihnachtsfreude bereiten soll.

Aus dem Zuständigkeitsbereich, für den Ulrich Bauriedl von der Firma Godelmann die Abholung koordiniert (Niederbayern und Oberpfalz), machten sich zehn Lkw am zweiten Weihnachtsfeiertag auf nach Zentralrumänien, vier davon von Godelmann, zusätzlich Uli Bauriedl mit einem Pick-Up. Die Lastwagen sind mit rund 12 000 Päckchen beladen. Möglich ist das nur, weil sich Speditionen wie Schreglmann (Oberviechtach), Scharf (Stulln) oder Angelburg (Hessen) und Wittenzellner aus Patersdorf bei Regen mit ihren Fahrzeugen daran beteiligen.

Insgesamt sind im Konvoi mit zehn Lkws und zwei Begleitfahrzeugen 24 Fahrer unterwegs. Sie opfern ihren Weihnachtsurlaub und legen bei der Hin- und der Rückfahrt alles in allem 1600 Kilometer zurück. Die einfache Fahrt dauert zwei Tage; zwei Tage werden die Pakete mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln verteilt, dann geht es zurück. Wenn alles glatt läuft, sind die Helfer am Silvesterabend wieder in der Heimat.

Insgesamt haben die Johanniter am 2. Weihnachtsfeiertag von Landshut aus vier Konvois auf die Reise geschickt, einen nach Albanien, einen nach Bosnien und je einen nach Zentral- sowie nach Nord-Rumänien. Zusammen haben die 39 Lkws laut einer Pressemitteilung der Hilfsorganisation rund 51 000 Pakete an Bord. Im vergangenen Jahr waren es 51 564 Päckchen für ganz Bayern. Viele der Fahrer sind seit etlichen Jahren dabei und nehmen dafür eigens Urlaub. Die Fahrer des Konvois nach Albanien nehmen sogar in Kauf, dass sie erst an Neujahr zurückkehren: Wegen vorhersehbarer Verzögerungen am Zoll wird es bei ihnen meist etwas später.

Am Sonntag hatten die Konvois nach Albanien, Bosnien und Nord-Rumänien schon per Facebook (www.facebook.com/JohanniterWeihnachtstrucker) gemeldet, dass sie angekommen waren. Beim Konvoi nach Zentral-Rumänien war ein Lkw kurz nach der Abfahrt auf der A3 liegengeblieben. Er machte sich dann als Nachzügler mit einer Ersatz-Zugmaschine auf den Weg.
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