Entrüstung im Gemeinderat - Thema der nächsten Sitzung
Gemeindliche Wege zu Ackerland gemacht

Lokales
Fensterbach
29.11.2014
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Es begann mit einem Spaziergang. Dabei stellte die Fensterbacher Gemeinderätin Dr. Marlene Groitl fest, "dass ein Feldweg hinüber nach Wohlfest umgeackert worden ist." Bei einer Plenumssitzung im Wolfringer Rathaus blieb sie hartnäckig und wollte wissen: "Diese Wege sind Gemeindegrund. Das kann doch so unmöglich gehen."

In der sich anschließenden Debatte schälte sich Außergewöhnliches heraus. Es wurde offenkundig, dass dies nicht der erste Fall von "Überackerung" durch Landwirte ist, die offenbar mit solchen Maßnahmen ihre beidseits der Wege liegenden Äcker zusammenführen wollen.

Bisweilen, so war zu hören, sollen dafür auch schon Spenden an den Kindergarten abgeführt worden sein. Eine Duldung also? "Das", entrüstete sich Marlene Groitl, "kann so nicht hingenommen werden." In seiner Eigenschaft als Jurist mischte sich Gemeinderat Dr. Jochen Zaremba in die Diskussion ein. "Wenn das geschehen ist, müssen die Feldwege wieder hergestellt werden", sagte er. Und zwar mitsamt der womöglich umgeackerten Grenzsteine. Die Sache scheint womöglich unangenehm für Bauern zu werden, die aus den Wegen kurzerhand Ackerland machten. Denn aus dem Plenum war zu hören: "Das wird offenbar schon länger hingenommen." Eine Entscheidung gab es nicht. Ihr widersprach Verwaltungsleiter Peter Fleißner. Denn bei der Sitzung fehlten zwei Gemeinderäte. Auch ihnen stehe Information zu. Von daher herrschte Einigkeit: "In der nächsten Sitzung kommt das auf die Tagesordnung."

Bei der Gemeinderatssitzung dankte Bürgermeister Hans Schrott außerdem denen, die sich heuer in der Jugendarbeit engagierten. Schrott verlas eine Liste mit einzelnen Veranstaltungen, zu denen Kinder und Jugendliche geladen waren. Zum Beispiel bei einzelnen Ferienaktionen. Diese Bemühungen wurden mit 1400 Euro subventioniert. In diesem Zusammenhang ließ der Bürgermeister erkennen, dass Vereine, Organisationen und soziale Einrichtungen auch heuer mit den gleichen Zuschüssen rechnen können wie im Jahr 2013.
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