Gemeinderat: Ab diesem Jahr drei Cent pro Quadratmeter fällig
Wer Wege umpflügt, zahlt Pacht

Lokales
Fensterbach
23.03.2015
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Die Frage lautete: "Dürfen Feldwege, die der Kommune gehören, einfach umgeackert werden?" Mehrfach hatte sich der Fensterbacher Gemeinderat mit diesem Thema zu befassen. Jetzt steht fest: Wer das tut, zahlt künftig Pacht.

Im November vergangenen Jahres hatte sich die Gemeinderätin Dr. Marlene Groitl danach erkundigt, ob es denn sein könne, dass ein der Kommune gehörender Feldweg bei Dürnsricht plötzlich verschwunden sei und offenbar umgepflügt wurde. Die Frage löste erste Debatten aus, in späteren Sitzungen wurde - aus Gründen des Datenschutzes und damit verbundenen Namensnennungen - nichtöffentlich geredet.

"Wir hatten nichts zu verbergen", ließ Bürgermeister Schrott nun nach der März-Sitzung des Plenums erkennen und informierte, dass die Angelegenheit ausgiebig erörtert und letztlich auch eine Lösung gefunden wurde. Voraus schickte Schrott, "dass es in der Vergangenheit Landwirte gab, die solche Wege umgeackert und uns das auch gesagt haben." In seiner Eigenschaft als Gemeindeoberhaupt habe er dann, so Schrott, die Anweisung gegeben, dass diese Leute "eine jährlich wiederkehrende Spende an den Kindergarten zu machen hatten."

Eigene Pachtverträge

"Doch es gab auch welche, die uns das nicht mitgeteilt haben", ließ Schrott weiter erkennen. Man kenne diesen Personenkreis nun. Der Gemeinderat, so berichtete der Bürgermeister, sei um eine gerechte Lösung bemüht gewesen. Ab dem Jahr 2015 würden nun drei Cent jährlich pro umgeackertem Quadratmeter als Pacht verlangt. Dazu werde es eigene Pachtverträge geben. Schrott: "Das gilt ab heuer. Rückwirkend wird nichts verlangt. Damit bringen wir alles auf eine Linie."

Und wenn jemand nicht zahlen will? Auch hier ist die Meinung der Gemeinde Fensterbach eindeutig: "Dann muss der Weg wieder so hergestellt werden, wie er war." Keinen Zweifel ließ Bürgermeister Schrott daran aufkommen, dass ein Augenmerk auf das Vorhandensein von Grenzsteinen gelegt werden wird.
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