Gemeinderat lehnt Vorhaben bei Freihöls ab
"Nein" zur Sandgrube

Lokales
Fensterbach
16.06.2015
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Am westlichen Dorfrand von Freihöls soll eine bereits bestehende riesige Sandgrube um das Doppelte ihrer bisherigen Größe erweitert werden. Das hatte der für den Ort zuständige Fensterbacher Gemeinderat bereits im Anhörungsverfahren abgelehnt.

Einen ablehnenden Beschluss gab es auch im April dieses Jahres, als plötzlich über eine Mitteilung des Bergamtes Nordbayern bekannt wurde, dass der Betreiber beabsichtige, die möglichen neuen Teile der Grube nach erfolgter Ausbeutung nicht mit sogenanntem Fremdmaterial wieder aufzufüllen. "Was wollen die denn dann nehmen?", wurde im Gemeinderat gefragt und danach die Verwaltung beauftragt, dieser sogenannten "Tektur" eine Absage zu erteilen. "Das haben wir nun getan", informierten Bürgermeister Josef Sturm und der geschäftsleitende Beamte Peter Fleißner in der Juni-Sitzung des Plenums.

Dr. Marlene Groitl sorgte in der Plenumssitzung für eine Debatte. Sie hatte den Antrag gestellt, zur Weiterentwicklung von Bau- und Gewerbeflächen eine Arbeitsgemeinschaft innerhalb des Gemeinderates zu gründen. Wäre das sinnvoll? Durchaus, wie die überwiegende Mehrheit der Räte befand. Denn letztlich, so war zu vernehmen, sei es doch auf Dauer keine Lösung, ansiedlungswillige Unternehmer an benachbarte Kommunen zu verweisen, nur weil man selbst über keine bereitstehenden Flächen verfüge.

Es gab auch andere Meinungen. Etwa in die Richtung, dass die Gemeinde über keine Mittel verfüge, Areale von Eigentümern anzukaufen, um sie dann anbieten zu können. "Eine solche Arbeitsgemeinschaft schadet nicht", warf der geschäftsleitende Beamte Peter Fleißner in die Diskussion. Diese Ansicht vertrat auch das Plenum und akzeptierte mit einer Gegenstimme den Vorschlag von Marlene Groitl. Drei Räte werden der Arge angehören. Die Wählergemeinschaften Högling, Wolfring und Dürnsricht sollen bis zur nächsten Sitzung Namensvorschläge erarbeiten.
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