Gleitschirmflieger beim G-Force-Training
In der Zentrifuge

In der Flugschule Hochries, dem einzigen Übungsstandort in Deutschland, absolvierten die Gleitschirmflieger mit einer Zentrifuge ein G-Force-Sicherheitstraining. Bild: hfz
Lokales
Fensterbach
11.04.2015
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Die Fensterbachtaler Gleitschirmflieger absolvierten in Brannenburg in Oberbayern in der Flugschule Hochries, dem einzigen Übungsstandort in Deutschland, ein G-Force-Sicherheitstraining. Dabei handelt es sich um eine Art Zentrifuge, in der man je nach Geschwindigkeit mit unterschiedlicher Kraft in das Gurtzeug gepresst wird. Als g-Kraft oder g-Beschleunigung bezeichnet man die Belastung eines Körpers durch Beschleunigung. 1 g entspricht der normalen Erdbeschleunigung.

So bringt es die Achterbahn Silver Star oder ein Formel-1-Rennauto in der Kurve auf etwa 4 g. Und bei einer längeren Steilspirale mit dem Gleitschirm wird man mit etwa 5 g in das Gurtzeug gepresst. Dabei nimmt der Blutdruck in der oberen Körperhälfte, vor allem im Kopf stark ab und das Gehirn wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Es kann zu Sehstörungen kommen, einem eingeengten Blickfeld, dem sogenannten Greyout, der durch die ungenügende Blutversorgung der Netzhaut im Auge hervorgerufen wird. Wirkt die Beschleunigung weiter, kann ein Blackout mit dem Verlust der Sehfähigkeit bis zur Bewusstlosigkeit folgen. Sobald die Beschleunigungskräfte nicht mehr auf den Piloten einwirken erholt er sich binnen kürzester Zeit, Hirn- und Augendurchblutung normalisieren sich wieder.

Als Resumee wurde von allen Piloten geäußert, dass es sich um eine empfehlenswerte Fortbildung handelt, da man unter realen, aber kontrollierten Bedingungen die Grenzen der individuellen g-Last erfahren lernt.
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