Kein Anlass übergroßer Freude

Lokales
Fensterbach
24.03.2015
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Der Haushaltsplan für die Gemeinde Fensterbach liegt im Entwurf vor. Im Rathaus wurde er vorberaten und es stellte sich heraus: Einige größere Projekte können finanziert werden. Doch Anlass zur übergroßen Freude besteht nicht. Denn unklar ist, wie sich die Finanzsituation in den nächsten Jahren entwickelt.

Kämmerer Thomas Rambach erläuterte dem im Rathaus tagenden Gemeinderat die Eckpunkte des Finanzpakets und nannte viele Zahlen.

Die wichtigsten: Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 3 409 000 Euro, im Vermögensetat betragen Einnahmen und Ausgaben 1 453 000 Euro.

Die endgültige Verabschiedung des gemeindlichen Finanzzpakets wird erst im April die Plenumshürde zu nehmen haben. Doch schon bei der Vorberatung ließ der Kämmerer erkennen, dass es Möglichkeiten zur Finanzierung diverser Investitionsvorhaben gibt. Rund 18 000 Euro hat er für die Bezahlung der Umstellung auf Digitalfunk bei den drei gemeindlichen Feuerwehren eingestellt.

Für eine Umgestaltung der Kindergarten-Fassade stehen 25 000 Euro im Plan, 225 000 Euro seien für die Kanalsanierung an der Schmidgadener Straße in Dürnsricht vorgesehen, 25 000 Euro für einen Spindelmäher im Bauhof.

Ein sehr respektabler Betrag von 900 000 Euro steht für die Breitbanderschließung im Gemeindebereich im Haushalt 2015. "Das kann aber für heuer wesentlich weniger sein", ließ Thomas Rambach erkennen. Es hänge letztlich vom Fortgang der Arbeiten ab. 30 000 Euro, so der Kämmerer, habe er für den Erwerb von Grundstücken im Etat platziert.

Kosten sinken

Erfreulich war, was Rambach weiter berichtete: Seit man die Beleuchtung auf LED-Lampen im Gemeindebereich umgestellt habe, "sind die Kosten erheblich gesenkt worden." Und auch das ließ absoluten Sparwillen erkennen: 2015 wird es zu keiner neuen Darlehensaufnahme kommen.

Danach sorgte der geplante Leichenhaus-Neubau auf dem Wolfringer Friedhof für Debatten. Dafür stehen 190 000 Euro im Haushalt. Mit dem Architektenhonorar also über 200 000 Euro Gesamtkosten. "Mir ist das schlicht zu viel", warf Gemeinderat Uli Bauriedl in die Waagschale und erhielt von mehreren Seiten her Unterstützung. "Für meine Begriffe ist da vieles noch ungeklärt," argumentierte Gemeinderat Florian Adam. Doch es gab auch andere Stimmen. Zum Beispiel die von Franz Ziegelmeier. Er meinte: "Es ist doch alles diskutiert worden. Wenn wir heuer nicht bauen, wann dann?"

Man dürfe nicht nur das Gebäude sehen, sondern die Gestaltung des gesamten neuen Platzes, wurde von Peter Neidl und Josef Sturm in die Debatte eingebracht. Dabei seien wohl ein Drittel für das Gebäude und zwei Drittel für das Umfeld des Leichenhauses zu veranschlagen. Trotzdem vermittelte sich der Eindruck: Es wird noch einiges gesprochen werden, bis das Projekt endgültig startet. Womöglich mit einer Ausschreibung unter ausschließlich einheimischen Firmen. Auch das ist zu klären.
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