Kirchliches Kleinod

Lokales
Fensterbach
17.09.2015
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Sechzig Jahre, nachdem die alte Kapelle abgerissen wurde, feierte Knölling die Segnung der neuen Kapelle. Großes Lob erhielt der Kapellenbauverein, bei dem sich die vielfältige Einsatzbereitschaft viele Mitstreiter vereinte.

Vielen war es über viele Jahre ein großes Anliegen, wieder eine Kapelle in der Ortsmitte von Knölling zu haben, versicherte Pfarrer Michael Hoch bei der Begrüßung zum Festgottesdienst. Das Kreuz stellte Bischof Rudolf Voderholzer in den Mittelpunkt seiner Predigt, ging aber auch auf die aktuelle Flüchtlingssituation ein.

Die Bilder von den Flüchtlingen hätten zum Nachdenken geführt und die gezeigte Form der Gastfreundschaft gereicht dem christlichen Europa zu Ehren, urteilte der Bischof. Die Kapelle sei dem heiligen Kreuz geweiht. Das Kreuz sei ein Zeichen religiöser Identität und wenn man es annehme, könne man erfahren, dass es ein großes Plus-Zeichen sei.

Lob vom Bischof

Lob gab es vom Bischof für den Kapellenverein und sein großes Engagement gemeinsam eine Kapelle zu bauen. Anschließend weihte er die Heilig-Kreuz-Kapelle. Zum Abschluss des Gottesdienstes brachte Bischof Voderholzer, begleitet von den Mitzelebranten, die Monstranz mit der Kreuzreliquie in die Kapelle.

Der stellvertretende Landrat Joachim Hanisch lobte in seinem Grußwort den Bau der Kapelle als Zeichen für die Verbundenheit vieler Bürgerinnen und Bürger mit den religiösen Traditionen. Gerade in Bayern sei die Kirche Mittelpunkt und Eckpfeiler des Zusammenlebens. "Möge sie eine Anlaufstelle für Menschen sein, die ein Gebet sprechen oder ihre Sorgen und Nöte vorbringen wollen."

Auch zweiter Bürgermeister Josef Sturm gratulierte zur schönen Kapelle als neuen Dorfmittelpunkt. Die Ortschaft Knölling habe sich mit dem Bau der Kapelle einen großen Wunsch erfüllt. Sturm dankte dem Verein um die Vorsitzende Renate Nowak, den vielen freiwilligen Helfern und Spendern, die das Vorhaben erst ermöglicht haben. Diesem Dank schloss sich die Vorsitzende Renate Nowak an. Neben den Firmen und Privatpersonen, die den Bau mit Sach- und Geldspenden unterstützt haben, hob sie insbesondere ihre Vorstandskollegen Dekan Michael Hoch sowie den Planfertiger Josef Schleicher und Dominik Schleicher für die wertvolle Beratung hervor: "Leute, ihr wart einfach spitze".

Neben der kirchlichen Feier hatte der Kapellenverein auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. So lud der Verein im Anschluss an den Festgottesdienst zum Frühschoppen und Mittagessen ins Festzelt. Für die musikalische Unterhaltung sorgte das Ehemaligenorchester der JBK Fensterbach.

Zweimal Theater

Am Nachmittag unterhielt die Hans-Sachs-Theatergruppe aus Nabburg die Besucher mit den Aufführungen "Der Kälberbrüter" und "Der fahrende Schüler". Den Abschluss bildete eine Andacht, die der Chor "Glorificamus" musikalisch gestaltete.
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