Kostenfrage endlich geklärt

Ein knappes Jahr her: Im Juli 2014 hatte sich der Gemeinderat die Vorstellungen der Architektin zum Bau eines neuen Leichenhauses am Wolfringer Friedhof erläutern lassen. Dazu muss das bisherige Gebäude abgerissen werden. Nach langen Debatten scheinen nun alle Hürden aus dem Weg geräumt zu sein. Der Eingabeplan zu dem rund 200 000 Euro kostenden Projekt ist fertig. Bild: hou
Lokales
Fensterbach
06.06.2015
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Seit nahezu einem Jahr wird im Gemeinderat Fensterbach über den Neubau eines Leichenhauses auf dem Friedhof Wolfring debattiert. Jetzt gibt es zwei Neuigkeiten: Der Eingabeplan ist fertig, die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf knapp 200 000 Euro.

Am 10. Dezember letzten Jahres hatte es ein Gespräch gegeben, an dem die beiden Bürgermeister sowie ein Vertreter der Kirchenverwaltung und der Pfarrer teilnahmen. War dabei etwas in Richtung von Leistungen vereinbart worden, die von der Kirchenverwaltung zu erbringen sind? Offiziell hatte der Gemeinderat später nur andeutungsweise etwas davon erfahren. Das hatte für Irritationen gesorgt und im April zu dem Beschluss geführt, eine Vereinbarung zu schließen.

Der Hintergrund: Ein Teil der Liegenschaft steht auf Kirchengrund, das weitere Areal gehört der Gemeinde. Von daher wäre eine finanzielle Beteiligung von kirchlicher Seite her erwünscht gewesen. In der Juni-Sitzung des Plenums wurde nun offenkundig, dass am besagten 10. Dezember letzten Jahres zumindest eine mündliche Vereinbarung zwischen den Gesprächspartnern getroffen worden war. Dies zur Kenntnis nehmend, sagte Gemeinderat Franz Ziegelmeier: "Es gibt sie also in mündlicher Form und sie ist damit bindend."

Prekäre Finanzlage

Was sieht diese Vereinbarung vor? Der die Sitzung leitende Vizebürgermeister Josef Sturm erteilte dazu dem als Zuhörer anwesenden Kirchenverwalter Hans Plank Rederecht. Plank verwies auf eine durch die Sanierung des Wolfringer Gotteshauses hervorgerufene prekäre Finanzlage seines Gremiums und unterstrich, dass man außerstande sei, sich finanziell einzubringen. Wohl aber durch Eigenleistungen wie etwa den Abriss des Leichenhauses und den Abbruch einer Mauer. In der Summe, so wurde hochgerechnet, würden diese selbst erbrachten Leistungen rund 10 000 Euro ausmachen.

Das ist weniger, als sich die Gemeinde ursprünglich erwartet hatte. Doch letztlich nicht zu ändern. Allerdings sind damit jetzt endgültig klare Verhältnisse geschaffen, zumal es das seinerzeitige Gesprächsergebnis nun auch schriftlich gibt. Kann also mit dem Bau begonnen werden? Erneut war es Franz Ziegelmeier, der heftig darauf drängte, nach langen Debatten in Bälde zu beginnen.

Definitiv geklärt ist nun auch die mehrfach diskutierte Kostenfrage. Nach vorliegenden Unterlagen, so informierte Bürgermeister Sturm, sei von 197 000 Euro inklusive aller Steuern auszugehen. Enthalten in diesem Betrag sind über 30 000 Euro Architektenhonorar. Der Eingabeplan, so berichtete Sturm ferner, sei fertig. Er müsse nun auf die Tagesordnung des Bauausschusses gesetzt werden. Danach erhalte ihn das Landratsamt.
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