Kunst, die was zu sagen hat

Bei der Ausstellungseröffnung zeigt unser Bild (von links) Renate Nowak, Dominik Schleicher, Andreas Kuhnlein und Michael Hoch. Bild: nib
Lokales
Fensterbach
03.12.2015
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"Erwartung": Ein Kunstwerk von Andreas Kuhnlein steht seit Sonntag in der Heilig-Kreuz-Kapelle in Knölling. Bei der Vernissage gab es von verschiedenen Seiten Anregungen zur Interpretation des Kunstwerks.

Groß war das Interesse der Öffentlichkeit an der Eröffnung der Ausstellung, und in der neu errichteten Heilig-Kreuz-Kapelle in Knölling herrschte dichtes Gedränge um die Statue bei der Begrüßung durch die Vorsitzende des Kapellenvereins Renate Nowak.

Durch Zufall ist Dominik Schleicher über eine Radiosendung auf den Künstler Andreas Kuhnlein aus dem Chiemgau aufmerksam geworden. Bereits beim ersten Kontakt, darüber waren sich beide einig, stimmte die Chemie zwischen beiden. Schleicher, selbst Bildhauer, war beeindruckt von der Kunstfertigkeit, mit der Kuhnlein seine Werke mit der Motorsäge aus dem harten Holz heraus arbeitet.

Kuhnlein selbst bezeichnete die Kapelle als wunderbaren Rahmen für das Werk. Die Anordnung innerhalb der Kapelle mit der schwangeren Frau auf der einen und der Madonna auf der anderen Seite erzeuge zusätzlich eine Spannung. Seit 20 Jahren ist das Menschenbild in seinen Kunstwerken zentrales Thema. Dabei begeistern ihn vor allem ältere Gesichter: "Die sind mit ihren Furchen wie ein Tagebuch mit vielen Einträgen." Drei Schwerpunkte versucht er in seinen Kunstwerken Ausdruck zu geben. Dies ist zum einen die Brutalität der Menschen, aber auch die Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit und letztendlich die Vergänglichkeit.

"Man merkt, das Kunst etwas zu sagen hat", stellte Pfarrer Michael Hoch fest. Menschen in Erwartung sind ganz bei sich, sie leben im Jetzt und Hier. Nicht zufällig wurde der erste Advent ausgewählt. Genau vor einem Jahr wurde der Grundstein für die Kapelle gelegt. Einen würdigen Rahmen verliehen zwei Geigenspielerinnen mit verschiedenen Musikstücken der Veranstaltung und die Bewirtung hatten die Mitglieder des Kapellenvereins übernommen. Das Werk kann während der Öffnungszeiten der Kapelle besichtigt werden.
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