Langjähriger Sprecher geht

Lokales
Fensterbach
11.03.2015
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Der Ausschuss "Internationale Solidarität" unterstützt seit vielen Jahren Projekte in Uganda. Vor wenigen Monaten besuchten einzelne Mitglieder das Land und informierten sich über den aktuellen Stand. Die Erfahrungsberichte standen im Mittelpunkt des letzten Seminars.

Der Ausschuss nutzte die Gelegenheit, sich nach fast 30 Jahren von Hans Weinzierl als Sprecher zu verabschieden. Er steht bei den anstehenden Neubesetzungen aus Altersgründen nicht mehr zur Verfügung. Der Internationale Ausschuss der Katholischen Arbeiterbewegung der Diözese Regensburg hat unter seiner Leitung und Verantwortung zahllose Projekte in den Partnerdiözesen in Uganda organisiert. Dabei wurden fast eine Million Euro an Spenden erzielt.

Weinzierl achtete darauf, dass die Spenden zu 100 Prozent für die nachhaltige Finanzierung der Projekte weitergeleitet wurden. Eine wesentliche Voraussetzung für die Förderung war, dass sich die Projektbeteiligten in Uganda mit einem Eigenanteil einbrachten. Hans Weinzierl und das Ehepaar Helma und Helmuth Endl hatten auch große Verdienste beim Aufbau der CWM (Catholic Worker Movement Uganda). Der Sozialverband ist in weiten Teilen Ugandas aktiv und setzt sich für die Bedürfnisse der Menschen vor Ort ein. Mit Hans Weinzierl beendet auch seine Stellvertreterin Brigitte Dummer ihre langjährige Tätigkeit und beide wurden von den Mitgliedern verabschiedet.

Bei der Zusammenkunft gehörte der Vormittag den Berichten von den Projekten in Uganda und der Uganda-Reise einer Gruppe aus der Diözese. Kurt Zügner informierte über den Besuch, der in Zusammenarbeit mit dem Ausschuss "Internationale Solidarität" der Diözese Rottenburg-Stuttgart stattfand. Die Aktion "Licht im Dunklen" - Solarlampen statt gefährlicher und teurer Kerosinlampen - wurde von der Bevölkerung des afrikanischen Staates gut aufgenommen. Die herkömmlichen Kerosinlampen schädigen nicht nur die Umwelt, sondern sie sind auch brandgefährlich. Gerade Kinder verbrennen sich damit immer wieder schwer.

Bei einem Besuch bei den 75 Waisenkinder in ihren Schulen und Heimen konnte sich die Besuchergruppe davon überzeugen, dass die jahrelange Unterstützung sinnvoll verwendet wird. Intensive Gespräche führten die Teilnehmer der Reise auch mit verantwortlichen Erziehern sowie den Lehrkräften. Im Berufsbildungszentrum BTI in Butende entstanden neue, zeitgerechte Werkstätten mit den Ausbildungsschwerpunkten im Elektro- und Kfz-Handwerk.

Spende der Schulen

Franz Neblich aus Wernberg-Köblitz arbeitet und lehrt schon mehrere Jahre über den Senioren-Expertenservice in dieser Einrichtung. In drei Monaten gelang es ihm, die Lehrer mit den neuen Materialien im Wert von 10 000 Euro vertraut zu machen. Sie stammen von hiesigen Berufsschulen und wurden mit Containern der Diözese Rottenburg auf dem Seeweg nach Uganda transportiert. Die Lehrkräfte sind nun auf dem neuesten Stand.

Ein weiteres Projekt der Hilfe zur Selbsthilfe ist das Fertigen von Karten zu besonderen Anlässen, wie Weihnachten oder Geburtstagen. Die Karten werden in den Waisenhäusern hergestellt und über KAB Gruppen, Eine-Welt-Läden und dem Bunten Markt in Deutschland verkauft. Der gesamte Erlös kommt den Kindern und den Einrichtungen zugute. Im letzten Jahr reichte der Ertrag aus dem Verkauf von 2000 Karten, um für ein Jahr qualifiziertes Personal und Geräte zu bezahlen.

Die Nachhaltigkeit der Hilfen für das Berufsbildungszentrum belegen Zahlen: Etwa 1000 Lehrlinge haben seit dem Aufbau der Werkstätten im Jahr 1986 dort ihre berufliche Qualifikation erworben und mit einem Abschluss die Einrichtung verlassen. Zwei Drittel der Absolventen sind als selbstständige Handwerker tätig und verdienen damit ihren Lebensunterhalt. Sie bleiben im eigenen Land und arbeiten mit am Aufbau.

Die Kassenverwalterin der CAH, Agnes Kerscher, gab einen Überblick über den Stand der Spenden für die einzelnen Projekte. Der Vertreter beim Weltnotwerk, Helmut Endl, berichtete, dass Mittel in den Kauf eines Generators und den Ausbau der Wasserversorgung flossen.
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