Mehr Ertrag mit Magnesium

Lokales
Fensterbach
11.02.2015
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Tipps zum richtigen Düngen bekamen die zahlreichen Landwirte bei der Informationsveranstaltung der Raiffeisen Waren- und Dienstleistungs-GmbH Oberpfalz. Dabei erfuhren sie auch, was man machen kann, damit Pflanzen weniger gestresst sind.

Pflanzenernährungsspezialist Dr. Gudwin Rühlicke von der Firma K+S Kali ging zunächst auf Produktentwicklungen für eine gezielte, umweltgerechte Düngung ein. So gibt es zum Beispiel spezielle Mischungen, die genau auf die Bedürfnisse des Betriebs ausgerichtet sind. Diese erfüllen auch die strengeren Auflagen der anstehenden neuen Düngeverordnung.

Hoch effizient

Breiten Raum nahmen seine Ausführungen zum Nährstoff Magnesium ein. Durch die Düngung mit Magnesium steigen die Leistungsfähigkeit und somit auch die Erträge der Kulturpflanzen. So könne der Magnesiumgehalt in den Pflanzen durch eine Blattdüngung deutlich angehoben werden. Die Aufnahme von Magnesium werde durch eine einseitige Düngung mit Kalium, Ammonium oder Kalzium aus schnell löslichen Kalkformen beeinträchtigt. Deshalb sei es notwendig, auf einen Ausgleich mit wasserlöslichem Magnesium zu achten. Als Standard zur Kalidüngung habe sich daher Korn-Kali etabliert. Dessen Magnesiumanteil bestehe aus reinem Kieserit, das wegen seiner Wasserlöslichkeit hoch effizient und sofort wirksam sei. Zugleich sichere es die Schwefelversorgung ab, ohne den Boden zu versauern. Überraschende Erkenntnisse gibt es laut Dr. Rühlicke über die Stress verhindernde Wirkung von Magnesium. So seien Pflanzen weit weniger empfindlich gegen eine hohe Strahlungsintensität und ertragen Hitzeperioden in der Wachstumsphase wesentlich besser.

Gefahr Gelbrost

Alois Wierer von der Firma Syngenta Agro behandelte in seinem Vortrag eine neue Strategie, um die Wintergetreidesaaten in der Zahl der Triebe zurück zu nehmen und so leichter zu hohen Erträgen führen zu können. Eine Risikoprognose habe ergeben, dass der Gelbrost auch in diesem Jahr wieder auftreten könnte. Daher seien frühzeitige Kontrollen nötig, um gegebenenfalls rechtzeitig mit einem Pilzbekämpfungsmittel reagieren zu können.

Zum Raps sagte der Referent, dass er einen hohen Stellenwert in Getreide reichen Fruchtfolgen habe. Er sei aber eine intensive Kultur, die umfangreiche Maßnahmen für einen sicheren und hohen Ertrag benötige. Beendet wurde der Vortrag mit einer Herbizidauswahl, die für die rund 80 anwesenden Landwirte die jeweils passende Lösung bot. Um das Wissen weiter zu vertiefen, werden im laufenden Jahr in Zusammenarbeit mit der Raiffeisenbank Sortenbesichtigungen in Raps und Mais angeboten.
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