Mehrere Varianten zum Verlauf

Ina Isabella Haffke und Alfred Reim stellten sich im Sportheim in Dürnsricht den Fragen der Besucher zum Neubau des Ostbayernrings. Bild: nib
Lokales
Fensterbach
23.05.2015
11
0

Der Verlauf des Ostbayernrings stand im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung. Vor allem die Frage, wie die Leitung künftig durch das Gemeindegebiet und an den Ortschaften vorbei führt, interessierte viele Zuhörer im Sportheim in Dürnsricht.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Hans Schrott ging Alfred Reim auf den geplanten Ersatzneubau der 380-KV-Leitung ein. Er begründete die Notwendigkeit mit der Verpflichtung, für einen gleichmäßigen Stromfluss zu sorgen und vor allem damit, dass die Masten nicht noch mehr Leitungen aufnehmen können. Auch die Fundamente hätten die Belastungsgrenzen erreicht. Dies, so ein Zuhörer, sei eine Behauptung, die er gern durch die Einsicht in die entsprechenden Untersuchungsergebnisse überprüfen würde. Zum Verlauf der Leitung konnte Reim den Besuchern als Teilprojektleiter nichts Konkretes sagen. Aktuell laufen seinen Worten zufolge Untersuchungen für mehrere Trassenvarianten.

Mehrfach sei auch die Variante eines Erdkabels angesprochen worden. Ab 220 000 Volt sei dies jedoch noch nicht Stand der Technik und auch keine gesetzliche Option, erklärte Reim den Zuhörern. Auf Nachfrage bestätigte er, dass aktuell ein Gesetzgebungsverfahren läuft, um dies zu ändern. Eine Zuhörerin wollte wissen, ob die bestehende Leitung tatsächlich zurück gebaut wird, oder ob unter Umständen beide Leitungen gebraucht werden. Reim betonte, dass das Gesetz den Rückbau der bestehenden Leitungen vorschreibe, sobald die neue Leitung fertig ist. Ferner müssten die betroffenen Grundstücke wieder hergestellt und die entsprechenden Grunddienstbarkeiten aufgehoben werden.

Ina Isabella Haffke, Referentin für Bürgerbeteiligung bei TenneT, informierte über die Bedeutung von Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren sowie die verschiedenen Möglichkeiten, die Betroffene bei den unterschiedlichen Verfahren haben. Sie betonte, dass das Unternehmen bereits sehr frühzeitig den Dialog gesucht und über Internet, dem mobilen Bürgerbüro oder Broschüren über das Vorhaben informiert habe. Gesprächsbedarf gab es bei der Versammlung über die mögliche Trassenführung, Besonderheiten der verschiedenen Verfahren, über Art und Umfang des Rückbaus und mögliche Entschädigungen für die vom Neubau betroffenen Grundstückseigentümer.

Haffke informierte, dass eine weitere Info-Veranstaltung am 30. Juni in der Oberpfalzhalle in Schwandorf geplant ist, bevor im November das Raumordnungsverfahren beginnt. Der Baubeginn ist für 2018 geplant, die Inbetriebnahme 2020 sowie zwischen 2020 und 2021 der Rückbau des bestehenden Systems.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7904)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.