Mit Rückenwind der CSU

Mit Thomas Schmid (48) geht auch ein christsozialer Kandidat in den Bürgermeisterwahlkampf. Bild: Dobler
Lokales
Fensterbach
19.09.2015
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Thomas Schmid (48) ist ambitioniert und er ist bei der CSU aktiv. "Aber ich bin kein Königstreuer!", versichert er bei seinem Wahlkampfauftakt, als ihn ein skeptischer Zuhörer nach seiner "Hörigkeit gegenüber König Horst" befragt. Der Bürgermeisterkandidat hat noch andere Überraschungen parat, unter anderem einen Gastredner.

"Das ist das erste Mal, dass die CSU einen eigenen Kandidaten bringt", ordnete Schmid seine Mission historisch ein. Denn bisher kamen die Bürgermeister der Gemeinde über Ortsteil-Listen ins Amt, auch wenn sie vielleicht sogar Mitglied der weißblauen Dominanzpartei waren.

Um zu zeigen, wie breit er trotz oder vielleicht wegen seiner CSU-Zugehörigkeit ehrenamtlich aufgestellt ist, hat Schmid ein professionelles Faltblatt drucken lassen, das zwischenzeitlich schon in die Briefkästen der Fensterbacher gelangt ist. Darin findet sich eine beeindruckende Übersicht zu seinen Ehrenämtern in der Gemeinde und überörtlich. Das geht vom Kommunionhelfer bis zum Landvolk-Vorsitzenden auf der einen, der lokalen Seite, und vom Schöffendienst am Landgericht bis hin zur Mitarbeit in der Bildungsregion Schwandorf auf der anderen. Ergänzend dazu viele CSU-Facharbeitskreise, in die sich Schmid einbringt.

Wie es sich für einen Kandidaten um das Bürgermeisteramt gehört, präsentiert das Faltblatt neun Spiegelstriche, die Themen skizzieren, die Schmid wichtig sind. Natürlich werden sie bei der Auftaktveranstaltung alle besprochen. Dass er derzeit nicht im Gemeinderat sitzt, sei vorausgeschickt. Dafür war er von 2008 bis 2014 dabei, "und ein Leistungsverzeichnis kann ich auch lesen und, wenn es sein muss, auch schreiben", betont er lächelnd.

Wichtig: Bürgerdialog

Immerhin ist Schmid Maschinenbaumeister, hatte schon einige berufliche Leitungsfunktionen inne und würde, weil derzeit in einer beruflichen Neuorientierungs-Phase, Zeit für das Amt mitbringen: "Nicht nur am Abend oder am Wochenende, sondern ich würde mindestens zwei Tage in der Woche im Rathaus sein."

Was die Infrastruktur der Gemeinde anbelangt, so ist sie laut Schmid gut und "irgendwo ein großes Bauprojekt" habe er nicht im Sinn. Dass man am Breitband-Ausbau dran bleiben müsse, ein Auge auf die teilweise erneuerungsbedürftigen Kanäle haben sollte und dass die eine oder andere Straßen und Brücke Sanierungsbedarf aufweise, verstehe sich von selbst.

Wichtig ist ihm der "Bürgerdialog", also die Menschen beizeiten in die Diskussion um die Zukunft einzubinden. Und dass für die Senioren das Leben in Fensterbach lebenswert bleibt "und man den Lebensabend nicht im Schwarzenfelder Altersheim verbringen muss". Auch die Sorge um die Jüngsten (Krippe, Kindergarten, Schule) hat er in sein Programm aufgenommen.

"Klare Fakten sind nötig", urteilte Schmid beim Thema Feuerwehr und bezweifelte, dass es tatsächlich einen externen Gutachter brauche. Immerhin gebe es doch einen Plan der Ehrenamtlichen. Dass es im Ort viele freie Bauflächen gibt, bereitet ihm Unwohlsein: "Deswegen kommen dann Probleme mit der Ausweisung neuer Baugebiete."

Was mögliche Radwege zwischen den Ortsteilen und vor allem deren nächtliche Beleuchtung anbelangt, "so ist das für mich kein vorrangiges Thema". Denn so eine Beleuchtung sei kostspielig, "ein Luxus".

Rückenwind versprach Landtagsabgeordneter und CSU-Kreisvorsitzender Alexander Flierl. Er betonte, dass der Freistaat ganz gezielt den ländlichen Raum stärke und nicht nur die Metropolen. Ein besonderes Lob sprach er dem ehrenamtlichen Engagement von Thomas Schmid aus.

Weitere Termine

Dem Kandidaten stehen in den nächsten Tagen noch vier weitere Aufritte bevor: Am heutigen Samstag, 19. September, im Wolfringer Jugendheim, am kommenden Montag in der "Linde" in Jeding (zusammen mit Kandidaten Christian Ziegler), am Dienstag im Gasthaus Hellerbrand in Högling und schließlich am Mittwoch, 23. September, im Schützenheim in Knölling. Beginn ist immer um 19 Uhr.
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