Miteinander reden lernen

Kathrin Hauser. Bild: nib
Lokales
Fensterbach
28.11.2015
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Beim Familien-Bildungssonntag des KLB-Kreisverbandes stand ein Vortrag zum Thema "Kommunikation in der Familie - damit wir uns besser verstehen" im Mittelpunkt. Die "eigene Landkarte" verhindert bei der Kommunikation oft den Blick auf die Wünsche des Gesprächspartners.

Im gut besuchten Jugendheim in Wolfring begrüßten Kreisverbands-Vorsitzende Monika Pürner und Ortsvorsitzender Thomas Schmid die Zuhörer zum Vortrag von Diplom-Religionspädagogin Kathrin Hauser. Nach einer kurzen Vorstellung ging Hauser auf die verschiedenen Ebenen der Familien-Kommunikation ein. Miteinander reden lernen sei kein abgeschlossener Prozess, sondern stelle eine lebenslange Herausforderung dar. Wie unterschiedlich die jeweiligen persönlichen Vorstellungen sind, zeigte ein Experiment mit Fragen wie: "Was ist eine große Entfernung oder wann dauert ein Telefongespräch lange?". Hauser bezeichnete dies als "innere Landkarte" - die durch persönliche Erfahrungen geprägte Vorstellung von bestimmten Situationen, Ereignissen oder Gegenständen. Sprache schaffe aber auch Wirklichkeiten. Deshalb riet sie, Positives zu bestärken und Negatives bleiben zu lassen. Emotionen seien Teil einer funktionierenden Kommunikation, denn keine Emotionen seien ein Zeichen, dass wir unser Gegenüber nicht mehr ernst nehmen.

Der Familien-Bildungssonntag begann mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche Albertus-Magnus in Dürnsricht, zu dem Landvolkpfarrer Michael Hoch, der den Gottesdienst gemeinsam mit Pfarrer Richard Salzl feierte, viele Mitglieder der KLB begrüßen konnte. Nach einem Mittagessen im Jugendheim in Wolfring verfolgten die Erwachsenen und zahlreiche Jugendliche den Vortrag, während die Kinder im Musikerheim unter Aufsicht spielten und bastelten.
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