Planungssicherheit vor dem Kauf

Lokales
Fensterbach
18.09.2015
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Die Wolfringer Feuerwehr braucht ein neues Fahrzeug. Bevor sie es anschaffen kann, muss sich die Gemeinde erst einmal ein Feuerwehrkonzept besorgen.

In seiner ersten regulären Sitzung nach dem Tod des bisherigen Bürgermeisters Johann Schrott hatte der Gemeinderat eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten. Darin gab es viel Information für die Räte, aber auch notwendige Beschlüsse wurden gefasst.

Zu Beginn bat Zweiter Bürgermeister Josef Sturm die Räte, sich von den Plätzen zu erheben. In einer Gedenkminute gedachte man Karl-Heinz Haubelt, der am 15. August 2015 verstarb. Haubelt war von 1978 bis 1996 Mitglied des Gemeinderates. Sturm bezeichnete ihn als einen wahren Demokraten.

Die Feuerwehr Wolfring beantragte die Ersatzbeschaffung des bestehenden Feuerwehrfahrzeuges. Der Antrag ging im Februar bei der Gemeinde ein. Der damalige Bürgermeister Schrott versprach dem Kommandanten, Markus Plank, die Möglichkeit zu bieten, das Anliegen und die Planung dem Gemeinderat vorzulegen. Plank stellte nun die Planung und den Sachstand wie folgt dar. Das in Gebrauch befindliche Löschfahrzeug LF8 ist 28 Jahre im Einsatz. Durch das Alter werden immer mehr umfangreiche Reparaturen notwendig. So müssen im Jahr 2017 die Reifen gewechselt werden, da sie dann zehn Jahre alt sind. Auch stellt sich die Ersatzteilbeschaffung als immer schwieriger dar. Die Landkreisführung der Feuerwehr besuchte im vergangenen Jahr die FFW Wolfring und hat auch das Fahrzeug bemängelt.

MLF als Favorit

Bei ihren Überlegungen für die Neuanschaffung hat sich die Wehr, so Plank, an die Vereinbarungen gehalten, die die sechs Kommandanten mit dem Gemeinderat in einer Klausurtagung im Jahre 2013 beschlossen hatten. Die Wehr hat nun ein MLF, ein sogenanntes Mittleres Löschfahrzeug, ausgewählt. Es sieht äußerlich genau so aus wie das bisherige Fahrzeug. Die Ausrüstung wird aus dem bisherigen Auto übernommen und in das neue eingebaut. Das Fahrzeug hat nicht mehr als 7,5 Tonnen. Damit gibt es mit dem Führerschein auch kein Problem. Das anvisierte Fahrzeug hat die Euro-Norm fünf, die noch günstiger ist. Darum sollte es bis 31. Dezember 2016 bestellt sein, denn eine Verlängerung der Norm über diesen Zeitpunkt hinaus ist nicht möglich. Sollte es mit der Euro-Norm sechs ausgestattet werden müssen, so verteuern sich die Kosten um 10 000 Euro. Außerdem wird das Fahrzeug wegen der besonderen Abgasreinigung schwerer als 7,5 Tonnen.

Plank stellte die Kosten wie folgt dar, Fahrgestell 65 000 Euro, Aufbau 92 000 Euro, Beladung 8 000 Euro. Gesamtkosten 165 000 Euro. Bezuschusst wird das Fahrzeug mit 51 500 Euro vom Freistaat Bayern und 14 700 Euro vom Landkreis.

Gutachter auswählen

Amtierender Bürgermeister Josef Sturm gab zu bedenken, dass die Gemeinde dazu verpflichtet ist, ein Feuerwehrkonzept zu erstellen. Dies ist notwendig, wenn die Dinge angeschafft werden, die eine Förderung bekommen. Hier sieht er momentan ein Hindernis für die Anschaffung. Der Gemeinderat regte an, bis zur nächsten Sitzung drei Gutachter zu suchen, die dann ein Angebot erstellen sollen. Damit soll Planungssicherheit erreicht werden.

Der Gemeinderat schloss sich einstimmig der Resolution von Nachbarkommunen (wir berichteten) zur Ordnung der neuen Stromtrassen im Ostbayernring an.
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