Schmid gibt nach Kritik Vorsitz ab

Der neue ASP-Bezirksvorsitzende Peter Wunder (vorne, Mitte) und seine Führungsmannschaft, zu der als Schatzmeister auch der frühere Vorsitzende Thomas Schmid (hinten, rechts) gehört. Bild: nib
Lokales
Fensterbach
07.07.2015
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Der Bezirksverband des Arbeitskreises Außen- und Sicherheitspolitik (ASP) wählte Peter Wunder bei seiner Sitzung in Wolfringmühle zum neuen Bezirksvorsitzenden. Wunder erläuterte bei der Versammlung den Delegierten der Kreisverbände seine Ziele.

Der bisherige Bezirksvorsitzende Thomas Schmid freute sich bei der Begrüßung der Vertreter aus den Kreisverbänden im Hotel Gasthof Wolfringmühle über eine sehr gut besuchte Versammlung. Er nutzte die Gelegenheit auf seine zehnjährige Tätigkeit im Vorstand zurück zu blicken. Vor allem im letzten Jahr sei sehr viel Arbeit angefallen und deshalb so manches zu kurz gekommen. Es habe deshalb berechtigte, konstruktive Kritik gegeben. Er habe sich deshalb entschieden, nicht mehr anzutreten.

Der ASP zählt 404 Mitglieder und kann sich über 16 Neuzugänge allein im letzten halben Jahr freuen. Leider wurde der Bezirksvorsitzende nicht zu allen Kreisversammlungen eingeladen, bedauerte Schmid. Eine interessante Diskussion über die Bedeutung des ASP habe es im Kreisverband Cham gegeben. Wichtig wären die Impulse, die aus den Orts- und Kreisverbänden an den Landesverband gehen. Aufgabe des Bezirksverbandes und der Kreisverbände ist die Kommunikation der Ergebnisse. Die Veranstaltungen boten interessante Themen, waren aber unterschiedlich gut besucht.

"Was bewegt der ASP?" Diese Frage beantwortete Schmid mit dem Hinweis auf den CSU-Parteitag, bei dem die Themen des ASP in einer Diskussionsrunde aufgegriffen und sieben Anträge zu aktuellen Themen angenommen wurden: "Wir werden wahrgenommen, auch wenn es manchem nicht so bewusst ist!"

Die Neuwahlen fanden unter der Wahlleitung von Landtagsabgeordnetem Dr. Harald Schwartz statt. Als neuen Vorsitzenden wählte der Bezirksverband Peter Wunder. Ihm zur Seite stehen vier Stellvertreter. Insgesamt stellt der Bezirksverband dreizehn Delegierte für die Landesversammlung. Zehn Delegierte Landesverbandsversammlung am 25. Juli werden von den Kreisverbänden entsandt. Drei Delegierte wählte der Bezirksverband.

"Die Welt brennt"

"Die Welt brennt - und wir sehen es nicht", beschrieb der neu gewählte Bezirksvorsitzende und Kreisvorsitzende des Kreisverbandes Schwandorf, Peter Wunder, die aktuelle politische Situation. Für jemanden, der sich über viele Jahre mit sicherheitspolitischen Fragen beschäftigt, war dies laut Wunder aber vorauszusehen. Für ihn fehlt es an einem außen- und sicherheitspolitischem Konzept auf den verschiedenen Ebenen. Dies ist für ihn ein Grund, sich persönlich zu engagieren. Der ASP sei bereit, an Lösungen mit zu arbeiten. Als Ziel gab Wunder aus, die Arbeit der engagierten Mitglieder zu koordinieren und die Vernetzung und Kommunikation zu verbessern.

Vor allem beim Sicherheitspolitischen und Verteidigungsausschuss des Landesverbandes gelte es die Frage "was wollen wir mit dieser Armee" wieder mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Hier diskutieren laut Wunder zur Zeit die Lobbyisten der Wehrindustrie zu viel. Als weitere Aufgabe sieht Wunder zahlreiche Themen, die auf der Ebene des Landesverbandes an- und besprochen werden müssen.

"Kaputt gespart"

Für den stellvertretenden Vorsitzenden Andreas Otterbein wurde die Bundeswehr in den letzten 20 Jahren "kaputt gespart". Die Gewinnung von Rekruten müsse wieder vorrangiges Ziel sein.
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