Seit nahezu einem Jahr wird im Fensterbacher Gemeinderat über den Neubau eines Leichenhauses auf dem Friedhof Wolfring debattiert. Jetzt gibt es
Leichenhaus kostet 200 000 Euro

Ein Dauerbrenner im Fensterbacher Gemeinderat ist der Neubau eines Leichenhauses auf dem Wolfringer Friedhof. Nun liegt ein Kostenvoranschlag vor: 200 000 Euro soll die Maßnahme verschlingen. Bild: hou
Lokales
Fensterbach
06.06.2015
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zwei Neuigkeiten: Der Eingabeplan ist fertig, die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf knapp 200 000 Euro.

(hou) Ende vergangenen Jahres hatte es ein Gespräch gegeben, an dem die beiden Bürgermeister sowie ein Vertreter der Kirchenverwaltung und der Pfarrer teilnahmen. War dabei etwas in Richtung von Leistungen vereinbart worden, die von der Kirchenverwaltung zu erbringen sind? Offiziell hatte der Gemeinderat später nur andeutungsweise etwas davon erfahren. Das hatte für Irritationen gesorgt und im April zu dem Beschluss geführt, eine Vereinbarung zu schließen.

"Ist damit bindend"

Der Hintergrund: Ein Teil der Liegenschaft steht auf Kirchengrund, das weitere Areal gehört der Gemeinde. Von daher wäre eine finanzielle Beteiligung von kirchlicher Seite erwünscht gewesen. In der Juni-Sitzung des Plenums wurde nun offenkundig, dass am 10. Dezember 2014 zumindest eine mündliche Vereinbarung zwischen den Gesprächspartnern getroffen worden war. Dazu meinte Gemeinderat Franz Ziegelmeier: "Es gibt sie also in mündlicher Form und sie ist damit bindend."

Was aber sieht diese Vereinbarung vor? Der die Sitzung leitende Vize-Bürgermeister Josef Sturm erteilte dazu dem als Zuhörer anwesenden Kirchenverwalter Hans Plank Rederecht. Dieser verwies auf eine durch die Sanierung des Wolfringer Gotteshauses hervorgerufene prekäre Finanzlage seines Gremiums und unterstrich, dass man außerstande sei, sich finanziell einzubringen. Wohl aber durch Eigenleistungen wie etwa den Abriss des bestehenden Leichenhauses und den Abbruch einer Mauer. In der Summe, so wurde hochgerechnet, würden diese selbst erbrachten Arbeiten rund 10 000 Euro ausmachen.

Weniger als erwartet

Das ist weniger, als sich die Gemeinde ursprünglich erwartet hatte, doch letztlich nicht zu ändern. Allerdings sind damit jetzt endgültig klare Verhältnisse geschaffen, zumal es das seinerzeitige Gesprächsergebnis nun auch schriftlich gibt. Kann also mit dem Bau begonnen werden? Erneut war es Franz Ziegelmeier, der heftig darauf drängte, nach langen Debatten in Bälde zu starten.

Definitiv geklärt ist nun auch die mehrfach diskutierte Kostenfrage. Nach vorliegenden Unterlagen, so informierte Bürgermeister Sturm, ist von 197 000 Euro inklusive aller Steuern auszugehen. Enthalten in diesem Betrag sind über 30 000 Euro Architektenhonorar. Der Eingabeplan, berichtete Sturm ferner, sei fertig. Er müsse nun auf die Tagesordnung des Bauausschusses gesetzt werden. Danach erhalte ihn das Landratsamt.
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