Soll Inkassobüro kommen? - "Niemals", ist man sich einig
Wenn Bürger nicht zahlen

Lokales
Fensterbach
26.09.2014
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Die Auftritte kennt man aus Fernsehsendungen: Es klingelt an der Haustür und draußen stehen zwei muskulöse Herren, die für ein Inkassobüro Schulden eintreiben wollen. Können sie das im Auftrag einer Gemeinde tun? "Unmöglich", hörte der Fensterbacher Gemeinderat vom geschäftsleitenden Beamten Peter Fleißner.

Das Thema "Inkasso" stand nicht auf der Tagesordnung. Doch als es um Informationen ging, tauchte es plötzlich auf. Man habe Hinweise in diese Richtung bekommen, ließ Peter Fleißner anklingen und legte seine Meinung dar, die ausnahmslos geteilt wurde. Der Hintergrund: Auch in der Gemeinde Fensterbach gibt es Bürger, die nicht zahlen wollen. Gebühren beispielsweise oder Erschließungsbeiträge. Soll man denen Leute schicken, die schon vom reinen optischen Aussehen her keinen Widerspruch dulden und sofort Geld sehen wollen?

"Keinesfalls", formulierte Geschäftsleiter Fleißner und berichtete, dass es da eine Rechtsordnung gebe, die vom Gesetz her klar geregelt sei: Mahnung, Einschaltung der Justiz, Vollstreckungsbescheid, Gerichtsvollzieher. Nur so und nicht anders könne verfahren werden. "Niemals unter Einschaltung eines Inkassobüros", fügte Fleißner hinzu. Gewiss aber ist: Der Rechtsweg wird ausgeschöpft, um an finanzielle Forderungen zu kommen. Das war sehr im Sinne des Gemeinderats.
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