Sonnenlicht im Wortsinne

Vertreter aus den verschiedenen KAB-Ortsgruppen trafen sich zur Herbsttagung des Ausschusses Internationale Solidarität in Dürnsricht. Bild: nib
Lokales
Fensterbach
17.10.2014
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Der KAB-Ausschuss Internationale Solidarität wirbt in Uganda für Kleinst-Solarprojekte. Die rechnen sich dort recht schnell.

Bei der Herbstversammlung des Ausschusses Internationale Solidarität im Diözesanverband der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) wurde eine Reihe aktueller Themen diskutiert. Im Mittelpunkt standen aber die Erkenntnisse einer Reise von Mitgliedern nach Uganda im August.

An der Tagung im Albertus-Magnus-Saal in Dürnsricht, die stellvertretende Vorsitzende Brigitte Drummer eröffnete, nahmen Vertreter aus mehreren Kreisverbänden der Diözese teil. Präses Michael Hoch ging bei seinem kurzen geistlichen Wort auf die aktuelle Diskussion innerhalb der katholischen Kirche zu Ehe und Partnerschaften ein.

Vorzeige-Anlagen

Vorsitzender Hans Weinzierl berichtete für den verhinderten Uganda-Reiseteilnehmer Kurt Zügner über dessen Erfahrungen vor Ort. Eine kleine hiesige Gruppe hatte sich mit Vertretern aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart zusammengetan, um die jeweils unterstützten Projekte zu besuchen. Aufgesucht wurden mehrere Brunnenbohrungen und Baustellen sowie das Berufsbildungszentrum Butende. Viel Zeit habe die Reisegruppe für Solarenergie- und Photovoltaik-Initiativen aufgewendet. Mitgebrachte Solarlichtanlagen sowie Solarpaddel seien installiert und vorgestellt worden. Die weitere Betreuung samt Ausbau wird das Berufsbildungszentrum Butende übernehmen.

Betreuung vor Ort

Über den Seniorenexpertenservice (SES) ist Franz Neblich aus Köblitz als Elektromeister und ehemaliger Lehrer an der Weidener Berufsschule nach Uganda gereist, um die dortigen Lehrer und das Fachpersonal zu schulen. Die Solarleuchten sollen mehr und mehr die bisher üblichen Kerosinlampen ersetzen. Die Anschaffungskosten von rund 100 Euro würden sich auch für ugandische Verhältnisse wegen eines relativ hohen Kerosinpreises überschaubar amortisieren. Dazu beitragen könnten auch neue Spar- und Darlehensvereine, die Kleinkredite vergeben.

Die Gruppe besuchte auch alle 75 Waisenkinder, die von der Diözese Regensburg unterstützt werden. Helma Endl bat darum, in den KAB-Ortsgruppen Werbung dafür zu machen, um die Zahl der betreuten Kinder zumindest beibehalten zu können. Keine Zustimmung seitens der Diözesanleitung erhielt die "Aktion Hoffnung", die Altkleider-Sammelcontainer beinhaltete. Dieses Thema soll aber noch einmal diskutiert werden. Skeptiker befürchten durch den Verkauf gebrauchter Bekleidung eine eventuelle Konkurrenz zu Baumwoll-Betrieben, Spinnereien oder Textilhersteller vor Ort.
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