Stichwahl in zwei Wochen

Der Händedruck nach der Entscheidung: Christian Ziegler (Mitte) und Dr. Marlene Groitl (rechts) werden in die Stichwahl gehen, für Thomas Schmid (links) ist der Wahlkampf definitiv zu Ende. Bild: Götz
Lokales
Fensterbach
05.10.2015
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Die Bewohner der Gemeinde Fensterbach müssen in zwei Wochen noch einmal zur Urne. Erst dann wird fest stehen, wer ihr neuer Bürgermeister ist. In einer Stichwahl treten dann der aus Wolfring stammende Christian Ziegler und die Dürnsrichter Bewerberin Dr. Marlene Groitl gegeneinander an. Der CSU-Bewerber Thomas Schmid ist aus dem Rennen.

Spannung im Rathaus und großes Interesse bei vielen Bürgern, die am Sonntag nach Schließung der Wahllokale in das Verwaltungsgebäude kamen. Auf eine Stichwahl hatten vorab viele getippt. Und es kam dann auch so.

Als am Abend der Wahlausschuss tagte und die stellvertretende Gremiumsvorsitzende Renate Nowak das Ergebnis bekannt gab, wurde deutlich: Die 50-Prozent-Hürde hatte keiner der drei Bewerber nehmen können. Einer blieb auf der Strecke. Der CSU-Bewerber Thomas Schmid aus Dürnsricht erhielt 21 Prozent und zog mit 254 auf ihn entfallenden Stimmen den Kürzeren. Später sagte Schmid: "Etwas mehr hätte ich mir schon erhofft." Gleichwohl werde er nun versuchen, bei der Kommunalwahl in viereinhalb Jahren "wieder einen Sitz im Gemeinderat zu erhalten."

"Das freut mich sehr"

Obwohl er noch nie im Gemeinderat saß, schaffte der Berufssoldat Christian Ziegler (48) eine hoch respektable Stimmenzahl von 506 und damit 41,9 Prozent. Damit platzierte sich der unabhängige Kandidat aus Wolfring als Bester unter den drei Bewerbern. "Das freut mich sehr", sagte Ziegler und nahm die Glückwünsche seiner Mitstreiter von der Unabhängigen Wählergemeinschaft Wolfring entgegen.

Fast auf Augenhöhe geht Dr. Marlene Groitl von der Unabhängigen Wählergemeinschaft Dürnsricht am 18. Oktober gegen Ziegler in die Stichwahl. Auf Groitl, bisher 3. Bürgermeisterin, entfielen 447 Stimmen und damit 37 Prozent. "Der Wahlkampf geht weiter", zeigte sie sich nach Bekanntgabe des Ergebnisses kämpferisch.

1933 Fensterbacher waren wahlberechtigt. 1244 und damit 64,4 Prozent gingen zur Urne. 1207 Stimmen waren gültig. Auf einigen Stimmzetteln, die nicht gewertet werden konnten, stand "Florian Adam". Es war der Name eines jungen Mannes, der wegen fehlender Unterschriften auf einem Nominierungsprotokoll nicht zur Wahl als Kandidat antreten durfte und um seine Chance gebracht wurde. Der 33-Jährige war am Sonntagabend ins Rathaus gekommen und äußerte, er werde das Ergebnis der Stichwahl definitiv nicht anfechten. Dieses Recht wäre ihm zugestanden In Wolfring gab es eine Wahlbeteiligung von 60,7 Prozent. 73 Stimmen erhielt Thomas Schmid, 106 Stimmen entfielen auf Marlene Groitl, 313 Stimmen holte Christian Ziegler.

In Dürnsricht gab es eine Beteiligung von 53,5 Prozent. Die Anteile hier: 113 Stimmen für Thomas Schmid, 165 Stimmen für Marlene Groitl, 80 Stimmen für Christian Ziegler. Nur 34,1 Prozent machten sich nach Querelen in Högling auf den Weg zum Wahllokal. Schmid bekam 30 Stimmen, Groitl 65 Stimmen, Ziegler 49 Stimmen.
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