Sturm bläst zum Gegenangriff

"Ich betrachte dies als einen böswilligen Akt gegen mich und meine Familie." Zweiter Bürgermeister Josef Sturm
Lokales
Fensterbach
25.09.2015
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Josef Sturm wehrt sich: Der zweite Bürgermeister sieht sich in den Vorgängen rund um die Nominierungsversammlung in Högling unberechtigterweise in die Täterrolle gedrängt. Vielmehr sei er ein Opfer, das Verleumdungen, Unwahrheiten, Schmierereien und Sachbeschädigungen ausgesetzt sei. Das will Sturm nicht mehr hinnehmen.

Bereits Tage und Wochen vor der Nominierungsversammlung am 8. August sei Stimmung gegen ihn gemacht worden, betont Sturm in einer mehrseitigen Stellungnahme, die er unserer Redaktion übergab. Darin schildert der Bürgermeister-Stellvertreter, dass im Vorfeld der Zusammenkunft durch das Dorf gegangen worden sei, um Stimmen für seinen Mitbewerber Florian Adam zu sammeln. Er hingegen habe niemanden beeinflusst, sei also frei in die Versammlung gegangen (siehe grüner Kasten).

Unter Druck gesetzt

Seitdem nun bekannt gegeben wurde, dass der Höglinger Wahlvorschlag ungültig ist, mehren sich die Gerüchte über sowie Unwahrheiten und Verleumdungen gegen ihn, beklagt Sturm. Sie würden darin gipfeln, dass er den dreiköpfigen Wahlvorstand der Versammlung unter Druck gesetzt, beziehungsweise bestochen habe, so zu handeln. "Ich weise das ausdrücklich zurück", unterstreicht der Zweite Bürgermeister. Dies habe Ulrich Bauriedl auch bestätigt, als er im Gespräch mit dem NT betont habe, dass er, Bauriedl, definitiv nicht unter Druck gesetzt worden sei. Auch Aussagen, er hätte auf den Wahlausschuss der Gemeinde hingewirkt, widerspricht Sturm vehement: Er habe zu keiner Zeit mit Peter Fleißner oder Renate Nowak diesbezüglich etwas unternommen. "Ich gehe im Rathaus meiner Tätigkeit als Bürgermeister nach - und das mit der mir nachgesagten Genauigkeit, Ehrlichkeit sowie der Einhaltung von Vorschriften und Gesetzen", betont Sturm.

Feldscheune beschmiert

Der Höhepunkt der Diffamierungen sei aber vor wenigen Tagen geschehen, als an seine Feldscheune an der Kreisstraße in greller Farbe das Wort "Wahlbetrüger" geschrieben worden sei. "Ich betrachte dies als einen böswilligen Akt gegen mich und meine Familie. So etwas ist Verleumdung, Ehrabschneidung und Sachbeschädigung", schreibt Sturm. Deshalb habe er diesen Vorgang auch bei der Polizei angezeigt, denn: "Ich lasse mir so etwas nicht mehr bieten". In Zukunft, kündigt der derzeit amtierende Bürgermeister der Gemeinde an, werde er gegen jeden, der so etwas verbreite, gerichtlich vorgehen. Seiner Meinung nach wollten nun diejenigen, bei denen die Verantwortung für diese Entwicklungen liege, die Schuld von sich lenken und einen anderen als Schuldigen ausmachen. Und bei diesen Personen handle es sich nicht um die drei Leiter der Nominierungsversammlung, sondern um Unterstützer seines Gegenkandidaten Florian Adam. "So macht man aus einem Opfer einen Täter", legt Sturm dar und schließt: "Nun ist das Dorf zerstritten, und die Mehrheit der Bürger in Fensterbach bedauert meine Nicht-Nominierung".
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