Thema im Gemeinderat - Hohe Zuschüsse vom Staat
Dem Breitband den Weg bereitet

Lokales
Fensterbach
22.11.2014
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Auch wenn vermutlich neben erwarteten Zuschüssen einiges an Eigenmitteln draufzulegen ist: Beim Breitbandausbau will die Kommune am Ball bleiben. Bei der Gemeinderatssitzung wurden wichtige Schritte eingeleitet.

Vor Monaten schon hatte Fensterbach einen Sondierungsauftrag an die in Neumarkt ansässige Breitbandberatung Bayern GmbH vergeben. Für das Büro referierte Walter Huber vor dem im Rathaus versammelten Plenum die bisher gewonnenen Erkenntnisse. Fest steht: Die Gemeinde könnte mit staatlichen Finanzmitteln bis zu 950 000 Euro aus einem Programm rechnen, das bis 2018 läuft. Weitere 50 000 Euro gäbe es bei interkommunaler Zusammenarbeit mit einer Nachbargemeinde. Das will Fensterbach mit dem angrenzenden Schmidgaden tun.

Allerdings könnte das Vorhaben mehr kosten, als Zuschüsse zu erwarten sind. Diese Summe - womöglich in sechsstelliger Höhe - müsste dann aus Eigenmitteln bestritten werden. Interessant war, was Walter Huber zum Gemeindeteil Freihöls berichtete. Dort, so ließ er verlauten, wolle die Telekom von sich aus das Breitband realisieren. Ansonsten muss das Breitbandvorhaben für alle anderen zur Gemeinde gehörenden Orte ausgeschrieben werden. Dabei könne sich, ließ Huber auf Nachfrage vernehmen, natürlich auch die Telekom bewerben. "Kommen Zuschüsse auf die einzelnen PC-Besitzer zu?", wollte Gemeinderätin Dr. Marlene Groitl wissen. Huber verneinte und fügte hinzu: "Wenn ausgeschrieben ist, kann man nicht mehr aussteigen." Das wolle man auch nicht, beteuerte Gemeinderat Florian Adam: "Denn wer hier aussteigt, gerät ins Hintertreffen."

"Wie aber können wir das alles finanzieren?", fragte Gemeinderätin Sonja Haubelt angesichts anderer Projekte, die geplant und folglich auch zu bezahlen sind. Ein brennendes Problem - doch letztlich überwog im Plenum die Meinung, dass das Breitband in Fensterbach eingerichtet werden muss. Einstimmigkeit herrschte bei dem Beschluss, mit der Gemeinde Schmidgaden eine enge Zusammenarbeit zu suchen. Dort wird demnächst bereits die Vergabe ausgeschrieben.
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