Volks- und Raiffeisenbanken im Landkreis stellen Bilanz für 2014 vor - Summe auf 1,46 ...
Wachstum in schwierigem Umfeld

Kreisvorsitzender Bernhard Werner (Zweiter von rechts) stellte zusammen mit den Vorständen der Volks- und Raiffeisenbanken im Landkreis, Bezirkspräsident Maximilian Zepf (Dritter von links) und Regionaldirektor Franz Penker (Vierter von rechts) die Bilanz für das vergangene Jahr vor. Bild: Tietz
Lokales
Fensterbach
23.03.2015
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Die Volks- und Raiffeisenbanken im Landkreis blieben im vergangenen Jahr auf Expansionskurs: Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zu 2013 um 4,41 Prozent auf 1,46 Milliarden Euro an. Sorgen bereiten den Vorständen zwei Faktoren: die derzeitige Niedrigzinsphase und vor allem die zunehmenden Regulierungsvorgaben auf europäischer Ebene.

Kreisverbandsvorsitzender Bernhard Werner bezeichnete 2014 bei der Bilanzpressekonferenz in Wolfringmühle als ein "zufriedenstellendes Jahr" für die vier Kreisverbandsmitglieder Raiffeisenbank im Naabtal, Raiffeisenbank Bruck, VR Bank Burglengenfeld und Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau. Diese positive Entwicklung sei eine respektable Leistung, "denn das Marktumfeld ist und bleibt sehr anspruchsvoll".

Plus bei den Krediten

Ein Plus verzeichnete der Raiffeisen-Kreisverband auch bei den Kundenkrediten: Sie stiegen um 4,14 Prozent auf 701,9 Millionen Euro. "Das zeigt: Die Kreditgenossenschaften sind ein gefragter Finanzierungspartner sowohl bei Privathaushalten, aber auch bei den mittelständischen Unternehmen im Landkreis", unterstrich Werner. Addiert mit den Krediten, die durch Verbundpartner vergeben wurden, liegt die Zahl bei 829,2 Millionen Euro. Diese Steigerungen fingen die teilweise sinkenden Einnahmen durch die niedrigen Zinsen auf. Auch bei den Kundeneinlagen bilanzierten die Raiffeisenbanken im Landkreis Zuwächse: Sie legten um 4,4 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro zu. Zusammen mit den Verbundpartnern beträgt das betreute Kundenanlagevolumen 1,87 Milliarden Euro.

Insgesamt unterhalten die genossenschaftlichen Banken laut Werner im Landkreis 27 Geschäftsstellen für 84 500 Kunden. Außerdem stehen 44 Geldautomaten und 49 Kontoauszugdrucker bereit. Im vergangenen Jahr spendeten die vier Banken 204 300 Euro. "Wir wissen, wo wir herkommen, und das schätzen wir auch", unterstrich er. An Eigenkapital stehen den Banken im Landkreis rund 144 Millionen Euro zur Verfügung - ein deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr. Nicht zuletzt dieser Punkt brachte der genossenschaftlichen Finanzgruppe die vierthöchste Rating-Note von 19.

Zwei dunkle Wolken

In seinem Ausblick auf dieses Jahr prognostizierte der Sprecher weiterhin eine zufriedenstellende Entwicklung, trotz zweier dunkler Wolken über dem Bankenhimmel. Da sind zum einen die niedrigen Zinsen, die sich auf der Ertragsseite niederschlagen. Zum anderen machen den Banken die zunehmenden Vorgaben auf europäischer Ebene zu schaffen. Sie verursachen bereits jetzt Kosten von über 100 000 Euro pro Genossenschaftsbank im Jahr.

Genau diesen Punkt kritisierte auch Bezirkspräsident Maximilian Zepf. Er betonte, dass die zunehmende Zahl an Direktiven die Banken massiv belaste und mit großen Kosten beeinflusse. Regionaldirektor Franz Penker stellte die Zahlen der Raiffeisenbank auf Oberpfalzebene (wir berichteten) vor und kam angesichts der steigenden Kundengelder zu dem Schluss: "Trotz niedriger Zinsen werden wir von den Kunden als sichere Anlaufstelle für ihr Geld wahrgenommen".
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