Vor eineinhalb Jahren
Frau will auf Chefsessel

Mit Marlene Groitl (61) bewirbt sich erstmals ein Frau um das Amt des Fensterbacher Bürgermeisters. Die Neuwahlen waren durch den Tod von Amtsinhaber Johann Schrott notwendig geworden. Bild: hou
Lokales
Fensterbach
10.08.2015
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erstmals in den Gemeinderat gewählt, kam Dr. Marlene Groitl sofort ins Amt der 3. Bürgermeisterin. Am 4. Oktober möchte sie nun den Chefsessel im Rathaus von Fensterbach erobern.

(hou)Die Nominierung im DJK-Sportheim ging zügig vonstatten. Die Dürnsrichter Wählergemeinschaft, eine parteipolitisch unabhängige Vereinigung, hatte eingeladen und 47 Bürger kamen.

Gerhard Peter und Thomas Luber wurden zu Vertretern des Wahlvorschlags bestimmt, dann schlug Peter die 61-jährige Marlene Groitl als Kandidatin zur Bürgermeisterwahl vor. Andere Interessenten gab es nicht. 47 Stimmzettel wurden abgegeben. Auf 42 stand Groitls Name, zwei Stimmberechtigte votierten mit einem Nein, drei Zettel waren ungültig. Das konnte als Vertrauensbeweis für die promovierte Naturwissenschaftlerin gewertet werden, die es an diesem Abend vermied, eine Wahlkampfrede zu halten. Gleichwohl aber stellte sich Marlene Groitl vor und beschrieb ihren Werdegang.

Die verheiratete Mutter zweier Kinder wurde in Burglengenfeld geboren, wuchs in Maxhütte-Haidhof auf und kam durch ihre Heirat nach Dürnsricht. Sie studierte in Weihenstephan und Berlin Naturwissenschaften, beschäftigte sich in ihrer Doktorarbeit mit der Klimaforschung und promovierte mit der Bestnote. "Mein Vorbild ist Sebastian Kneipp", ließ Groitl anklingen und berichtete, dass sie sich seit über zwei Jahrzehnten mit der Kneipp-Arbeit beschäftige. Von ihrem Dürnsrichter Anwesen aus leitet sie den örtlichen Verein.

Die 61-Jährige, deren Eltern aus dem Raum Cham stammten, ist nach eigenen Angaben "aus einer sportlichen Familie". Sie stieß 1994 zum Bayerischen Turnverband, war über längere Zeit hinweg dessen Vizepräsidentin. "Ich fürchte mich nicht vor dem Amt des Gemeindeoberhaupts", sagte Marlene Groitl und fügte hinzu: "Was ich jetzt vorhabe, soll zum Wohl der Gemeinde Fensterbach geschehen." Programmatisch äußerte sie sich nicht. Das soll bis 4. Oktober in Wahlveranstaltungen geschehen.
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