Bürgermeisterwahl Fesnterbach: Wer wird Nachfolger des verstorbenen Hans Schrott?
So viele Kandidaten wie nie

Der Chefsessel im Fensterbacher Rathaus ist gegenwärtig unbesetzt. Am Sonntag, 4. Oktober, sollen die Bürger entscheiden, wer Nachfolger des vor einigen Wochen verstorbenen Gemeindeoberhaupts Hans Schrott wird. Bild: hou
Politik
Fensterbach
05.08.2015
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Ein neuer Bürgermeister ist am Sonntag, 4. Oktober, in der Gemeinde Fensterbach zu wählen. Mit Blick auf den Urnengang, bei dem die Nachfolge des kürzlich verstorbenen Hans Schrott geregelt werden muss, lässt sich jetzt schon absehen: So viele Kandidaten wie diesmal gab es nie zuvor.

(hou) Fensterbach besteht in erster Linie aus den Ortschaften Dürnsricht, Wolfring und Högling. Dort gibt es Unabhängige Wählergemeinschaften, die bei Kommunalwahlen stets mit eigenen Listen auftreten. Auch jetzt wollen die einzelnen Ortsteile mit jeweils eigenen Kandidaten ins Rennen gehen.

Am Freitag, 7. August, um 19 Uhr wollen die Unabhängigen in Dürnsricht ihre Entscheidung treffen. Im Sportheim bewirbt sich dann die bisherige 3. Bürgermeisterin Dr. Marlene Groitl. "Ich trete an", sagte die 61-Jährige auf Anfrage. Ob bei dieser Nominierungs-Versammlung noch ein zweiter Bewerber seinen Hut in den Ring wirft, bleibt abzuwarten.

CSU geht neuen Weg

Allerdings gibt es durchaus noch einen weiteren Interessenten aus Dürnsricht. Der CSU-Ortsvorsitzende Thomas Schmid will sich für die Christsozialen bewerben. Am Donnerstag, 6. August, ist dazu eine Zusammenkunft im Hotel-Gasthaus Wolfringmühle einberufen. Damit geht die Union in Fensterbach einen neuen Weg. Denn die bisherigen Bürgermeister Hans Schrott sen. und Hans Schrott jun. gehörten zwar zur CSU, ließen sich aber immer über die Unabhängige Wählergemeinschaft aufstellen.

Am Freitagabend ab 19 Uhr fällt auch im Wolfringer Jugendheim eine Entscheidung über den Bürgermeisterkandidaten. Dort setze man, so ließ der federführend für die Nominierungs-Zusammenkunft verantwortliche Gemeinderat Franz Ziegelmeier wissen, auf einen Mann, der bisher kommunalpolitisch in Fensterbach nie aktiv war. Er heißt Christian Ziegler, ist 48 Jahre alt und dient bei der Bundeswehr. Ob es außer Ziegler noch weitere Bewerbungen gibt, wird sich laut Ziegelmeier, "zeigen müssen". Er selbst, bis zur letzten Kommunalwahl 2. Bürgermeister, tritt nicht an. Gleiches, so Ziegelmeier, gelte auch für Gemeinderat Carl Graf zu Eltz.

In Högling zwei Bewerber

In Högling gab es während der vergangenen Tage intensive Gespräche. Dabei kristallisierte sich heraus: Wenn am Samstag, 8. August, ab 19.30 Uhr im örtlichen Feuerwehrhaus die Aufstellungsversammlung läuft, wird es wohl zwei Bewerber geben. Zum einen ist dies der amtierende Vizebürgermeister Josef Sturm. Der 66-Jährige hatte während der Krankheitsphase des verstorbenen Gemeindeoberhaupts Hans Schrott wiederholt die Amtsgeschäfte geführt. Jetzt ist Sturm gewillt, diese Arbeit als Bürgermeister fortzusetzen.

Mit dem jungen Florian Adam will sich ein weiterer Höglinger dem Votum der anwesenden Bürger stellen. Adam ist Fahrlehrer bei der Bundeswehr in Amberg, gehört seit eineinhalb Jahren dem Gemeinderat an und sieht in seinen erst 33 Lebensjahren keinen Hinderungsgrund. Im Gespräch sagte der Familienvater: "Es gab Bürgermeister und Landräte, die noch viel jünger waren, als man sie gewählt hat."

Bis Donnerstag, 13. August, müssen die Namen der nominierten Kandidaten bei der Gemeindeverwaltung gemeldet sein. Mindestens vier, so sieht es gegenwärtig aus, werden auf dem Stimmzettel stehen. So viele wie nie bei einer Bürgermeisterwahl im Fensterbach.
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