Fensterbacher Gemeinderat befasst sich mit Algenplage im Höglinger Badeweiher
Graskarpfen soll’s richten

Politik
Fensterbach
24.06.2016
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Kann man den Algen im Höglinger Badeweiher beikommen, wenn über einen Direktzulauf Quellwasser eingeleitet wird? Der Fensterbacher Gemeinderat hatte Bedenken und entschloss sich, zur Beseitigung des Übels Graskarpfen einzusetzen.

Während andere gespannt das EM-Spiel von Deutschland im Fernsehen verfolgten, saßen die Gemeinderäte am Sitzungstisch und berieten über einen Antrag von Florian Adam. Der wollte, dass von einer benachbarten Quelle direkt frisches Wasser in den Höglinger Badeweiher geleitet wird. Bisher stammt das Wasser auch schon von dort. Nur fließt es zuvor durch zwei Fischteiche, ehe es den Badeweiher erreicht.

Gegen das direkte Einleiten erhob sich kein konkreter Widerspruch. Die Kosten hierfür würden laut einer Auskunft des Bauhofs an Adam rund 3000 Euro betragen. Doch hilft eine solche Maßnahme gegen die Algenbildung? Gemeinderat Carl Graf zu Eltz sah die Chancen zur Beseitigung des Übels auf diese Weise als "gleich Null" an. Er verwies auf den Badeweiher in Wolfring und berichtete, wie dort gegen Algen und Uferbewuchs in Feld zog: "Es wurden Graskarpfen eingesetzt." Die hätten dann für gute Bedingungen gesorgt. Aber: "Es müssen unbedingt Graskarpfen sein, keine anderen."

Die oft sehr schwergewichtigen, für Badende aber völlig ungefährlichen Fische werden nun auch in Högling zum Einsatz kommen. "Wir wollen sehen, wie sich das entwickelt", sagte Bürgermeister Christian Ziegler und fügte hinzu, dass die direkte Zuleitung von Quellwasser ja immer noch eingerichtet werden könne. Die Gemeinderäte schlossen sich ihm an - bis auf Florian Adam, der stimmte dagegen.

Noch ein Projekt in Högling beschäftigte das Plenum. Der in diesem Ortsteil stehende Kindergarten wird momentan saniert und erweitert. Dafür waren nun weitere Aufträge zu vergeben. Die Estriche besorgt das Freudenberger Unternehmen Robeis für 11 700 Euro, den Innenputz bringt die Firma Paul aus Weiden für 14 500 Euro an. Die Fenster, eingebaut durch das Fensterbacher Unternehmen Gradl, kosten 32 500 Euro. Die Vergabe der Heizungs-, Sanitär- und Lüftungsinstallation ging an die Pfreimder Firma Schreyer Haustechnik (75 300 Euro), die Wärmedämmung führt das Hirschauer Unternehmen Gravogl für rund 22 000 Euro aus. Die Elektroinstallation ging an den Nabburger Betrieb Hösele für 52 300 Euro.
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