Fensterbacher Gemeinderat vergibt Aufträge
Viel Geld für den Kindergarten

Politik
Fensterbach
20.05.2016
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Die Tagesordnung war in Rekordzeit abgearbeitet. Nach einer knappen Stunde hatte der Gemeinderat mehrere Beschlüsse gefasst und eine Reihe von Aufträgen vergeben.

In Högling wird der Kindergarten erweitert und saniert. Das Thema sorgt schon lange für Diskussionen und Debatten im Plenum. Nun wurden Aufträge vergeben.

Die Baumeisterarbeiten gingen zum Preis von 252 000 Euro an das Amberger Unternehmen Mickan. Die Zimmererarbeiten werden durch die Ebermannsdorfer Firma Daniel Scharf zum Preis von 21 000 Euro ausgeführt. Scharf übernimmt auch die Spenglerarbeiten und bekommt 15 000 Euro dafür. Sollen die Jugendwarte der Feuerwehren Högling, Wolfring und Dürnsricht eine Entschädigung für ihre Arbeit erhalten? Bevor Bürgermeister Christian Ziegler den Gemeinderat mit dieser Frage beschäftigte, hatte er Erkundigungen bei anderen Landkreiskommunen einholen lassen. Ergebnis: Viele zahlen zwischen 100 und 150 Euro im Jahr.

"Die Leute haben wirklich viel Arbeit", berichtete Gemeinderat Harald Saffert aus seinen Erfahrungen als Dürnsrichter Feuerwehrkommandant. Einstimmig sprach sich das Plenum für eine jährliche Pauschale von 100 Euro aus. Auch was anschließend folgte, hatte mit den Feuerwehren im Gemeindebereich zu tun. Für knapp 6000 Euro werden Ersatzbeschaffungen in Högling, Wolfring und Dürnsricht getätigt.

Radweg in Planung


Bei einer Veranstaltung war Bürgermeister Ziegler zur Jahreswende ins Gespräch mit Oberrat Stefan Noll vom Staatlichen Bauamt Amberg gekommen. Dabei, so informierte er nun den Gemeinderat, habe Noll von einem Programm zur Finanzierung von Radwegen gesprochen. Ein solcher Weg ist bisher zwischen Freihöls und der Abzweigung nach Högling entlang der Staatsstraße nicht realisiert. Dass er dringend gebraucht wird, gilt als unbestritten. "Inzwischen hat sich einiges getan", informierte Christian Ziegler. Er berichtete von einem gemeinsamen Termin, an dem neben Noll und ihm der Ebermannsdorfer Bürgermeister Josef Gilch teilnahm. "Das Projekt ist in der Planung", ließ Ziegler wissen und rechnete damit, dass der Radweg in den nächsten zwei Jahren entsteht.

Eine Familienbeauftragte?


Braucht die Gemeinde eine Familienbeauftragte? Sonja Haubelt hatte sich in der Vergangenheit wiederholt für die Schaffung einer solchen Position stark gemacht und war damit gescheitert. Nun wiederholte sie ihr Anliegen und erhielt Unterstützung von Gemeinderätin Dr. Marlene Groitl. "Wir sollten uns zusammensetzen und in kleinerem Rahmen darüber reden", schlug Bürgermeister Ziegler vor. Das soll jetzt geschehen. Sonja Haubelt würde, so ließ sie wissen, das Amt einer Familienbeauftragten übernehmen.
Die Leute haben wirklich viel Arbeit.Gemeinderat Harald Saffert
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