Gemeinderat auf Besichtigungstour
Alles auf einem guten Weg

Politik
Fensterbach
17.09.2016
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Es drehte sich um Wege und Gräben, um die Breitbandverlegung und Bauprojekte, die im Entstehen begriffen sind. Der Gemeinderat ging auf Besichtigungstour und bekam Informationen vor Ort. Danach resümierte Bürgermeister Christian Ziegler: "Es läuft doch alles eigentlich ganz gut."

Die Fahrt hat Tradition und sie dient dazu, sich Eindrücke zu verschaffen. Zum Beispiel von einem nicht mehr durchlässigen Graben am südlichen Dorfrand von Dürnsricht. Das Oberflächenwasser staut sich zurück, einem Landwirt verursacht das Unannehmlichkeiten. Der Gemeinderat kam zur Auffassung, dass etwas zu unternehmen sei. Im Winter sollen die Arbeiten beginnen. In der Dürnsrichter Raiffeisenstraße will ein Anlieger ein Stück Grund von der Gemeinde erwerben, das an sein Haus grenzt. Dagegen bestanden keine Einwände.

Das neue Leichenhaus am Wolfringer Friedhof ist zwar errichtet, doch wird es bis zur endgültigen Fertigstellung doch noch eine Weile dauern. Erst wenn die Außenarbeiten abgeschlossen sind, kann das bisher bestehende Gebäude, nur wenige Meter vom neuen entfernt, abgerissen werden. Von Wolfring aus führte der Weg hinüber ins benachbarte Jeding, wo am Ortsrand momentan die Tätigkeiten zur Verlegung des Breitbands im Gange sind. Da allerdings hatten die Bürgermeister Christian Ziegler und sein Stellvertreter Josef Sturm zu bemängeln, dass die Verrohrung zu nahe an der Straße stattfand. Bei Gesprächen wollen sie nun darauf drängen, dass dies nicht so bleiben kann.

Schaden beheben


Bei Freihöls gibt es einen Waldweg entlang einer dort existierenden Sandgrube, der offenbar durch die Forstbehörde Schaden nahm. Auf die Behebung soll nun Wert gelegt werden. Als dies beim Ortstermin zur Sprache kam, lenkte Bürgermeister Ziegler den Blick auf eine Bauruine, die seit weit über zwei Jahrzehnten am Freihölser Ortseingang steht. Der Besitzer kümmert sich um nichts, er lässt das Gebäude vom Wildwuchs erobern.

"Dagegen können wir leider wenig machen", ließ Ziegler wissen. Gleichwohl will die Gemeinde nun energisch darauf bestehen, dass der Winterdienst regelmäßig geleistet wird. Wenn das nicht geschieht, wird es der gemeindliche Bauhof tun - und dann bekommt der offensichtlich unbelehrbare Gebäudeeigentümer Rechnungen. Die Rohbau-Ruine sorgt seit langer Zeit für Unmut in Freihöls. Sie ist schlichtweg ein übler Schandfleck, der einer Entfernung bedarf.

Auch Högling wurde vom Gemeinderat besucht. Erste Station war die Hüttenhof-Straße, wo entlang eines Gehsteigs 600 Meter lang neue Platten verlegt wurden. Das geschah im Rahmen der Breitbandverlegung. "Die Anlieger müssen dafür nichts zahlen", informierte Bürgermeister Ziegler. Am Höglinger Badeweiher drängte Gemeinderat Florian Adam erneut darauf, den Teich mit Frischwasser zu versorgen, das aus einer nahen Fischzuchtanlage kommen könnte. "Das kostet uns 10 000 Euro", ließ Vize-Bürgermeister Sturm wissen. Er hatte Erhebungen angestellt.

Karpfen gegen Algen


Was also tun? Nach längerer Debatte blieb es bei dem, was der Gemeinderat schon einmal beschlossen hatte: Um der dort immer wieder auftretenden Algenplage beizukommen, sollen Graskarpfen eingesetzt werden. Problem nur: Die gibt es momentan nicht. Im Frühjahr aber wird man sie erhalten. "Wenn das nichts helfen sollte, können wir immer noch neu nachdenken", empfahl Bürgermeister Ziegler.

Letztes Ziel war der Höglinger Kindergarten. Dort laufen Erweiterungs- und Sanierungsmaßnahmen, die nach Einschätzungen über 800 000 Euro kosten werden. Im Außenbereich haben sich die Tätigkeiten etwas verzögert, innen aber herrscht guter Baufortschritt. "Zum neuen Kindergartenjahr wird der Betrieb, wenn auch eingeschränkt, vonstatten gehen können", war die Meinung des Bürgermeisters. Container, die während der Bauphase genutzt wurden, sollen vorläufig noch auf dem Gelände bleiben. Mit einer Fertigstellung des Kindergarten-Anbaus ist Ende März 2017 zu rechnen.
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