Schotterweg im Bereich der Freihölser Sandgrube Thema bei Bürgerversammlung
An Trasse führt kein Weg vorbei

Der Weg führte einst von der Böschung (im Vordergrund) quer über das Tagebaugelände und setzte sich auf der gegenüberliegenden Seite fort. Dann fiel er dem Sandabbau zum Opfer. Die Gemeinde Fensterbach drängt nun auf die vertragsgemäße Wiederherstellung der unterbrochenen Verbindung von Freihöls nach Diebis. Bild: hou
Politik
Fensterbach
15.11.2016
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Das Thema Erweiterung der Sandgrube bei Freihöls ist für die Gemeinde Fensterbach trotz erteilter Genehmigung durch das Bergamt Nordbayern längst nicht erledigt. Die Kommune drängt auf die Wiederherstellung eines einst mitten durch den jetzigen Tagebau führenden Weges bis zum Jahr 2019.

Wo momentan noch ein riesiger Krater im Erdboden gähnt, soll ein der Gemeinde gehörender Schotterweg durch die Sandgrube westlich von Freihöls wieder komplett hergestellt sein. "Davon gehen wir nach wie vor verbindlich aus", sagte Bürgermeister Christian Ziegler bei einer Bürgerversammlung im Knöllinger Schützenheim.

Aus den Reihen der Bürger kam an diesem Abend die Frage, wie es denn nun mit der geplanten Sandgruben-Erweiterung um das Doppelte ihrer bisherigen Größe stehe. Ziegler ließ erkennen, dass das Bergamt Nordbayern dieses gigantische Vorhaben genehmigt hat. Einwände der Gemeinde und der Freihölser Ortsbewohner, an deren Dorf nun die Grube mit regelmäßigem Sprengbetrieb bis auf rund 200 Meter heranrücken soll, hätten dabei eine eher untergeordnete Rolle gespielt.

Die Gemeinde ist Besitzer eines Weges, der von Freihöls bis zum momentanen Grubenrand führt. Vor etlichen Jahren war das Einverständnis erklärt worden, dem Grubenbetreiber ein mehrere Hundert Meter langes Teilstück dieses Weges zum Zweck der Sandgewinnung zur Verfügung zu stellen. Danach wurde der geschotterte Pfad beseitigt. Allerdings mit der verbindlichen Auflage, dass die Trasse, die vom östlichen Rand des Tagebaus weiter in Richtung Bundesstraße 85/Diebis führt, in ihrem ehemaligen Verlauf wieder im ursprünglichen Zustand zu versetzen ist. In der Bürgerversammlung ließ der Bürgermeister keinen Zweifel daran, dass die Gemeinde eine Wiederherstellung des Weges ohne jegliche Diskussion verlangen werde. Und zwar, wie Ziegler erklärte, bis zum vereinbarten Jahr 2019. Wie das für den Betreiber, die Firma Heidelberger Sand & Kies, zu schaffen sein wird, gleicht einem Rätsel. Denn gegenwärtig klafft an dieser Stelle ein gut 30 Meter tiefer Krater im Boden. Noch eines ließ Ziegler bei der Bürgerversammlung nicht unerwähnt: "Die geplante Erweiterung um über 20 Hektar steht und fällt mit der Frage, ob zwei Landwirte aus Freihöls ihre Waldgrundstücke verkaufen." Nur wenn das geschehe, könne dieses aus Sicht der Gemeinde und eines Großteils der Freihölser Bürgerschaft unerwünschte Vorhaben in die Tat umgesetzt werden.
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