Über eine Million für zwei Bauten

Politik
Fensterbach
19.09.2016
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Zwei Bauwerke spielen derzeit in Fensterbach eine tragende Rolle: die Kindergartenerweiterung in Högling und das neue Leichenhaus am Wolfringer Friedhof. Projekte, die insgesamt über eine Million Euro kosten.

Der Gemeinderat hatte dieser Tage eine Besichtigungstour unternommen und diverse "Brennpunkte" besucht. Davon berichtete nun Bürgermeister Christian Ziegler in der ersten Plenumssitzung nach der Sommerpause. In seinem Vortrag lenkte er primär den Blick auf die Kindergartenerweiterung, bei der es auch zu Sanierungsmaßnahmen im Altgebäude kommt. Im Innern des Hauses sind sie weitgehend abgeschlossen, die Arbeiten zu einem Anbau setzen sich noch einige Zeit fort.

Künftig "Sommerleite"


In Dürnsricht bekommt die "Winterleite" einen neuen und benachbarten Straßenzug. Wie soll er heißen? Keine lange Debatte im Gemeinderat: "Sommerleite". Nicht weit davon entfernt spielte sich im Juli eine Verkehrsmessung an der Schmidgadener Straße ab. Sie dauerte zwei Wochen, ging in einer 30-km/h-Zone vonstatten und brachte ein Ergebnis, das Sorge macht.

Der Bürgermeister legte eine Statistik vor. Ihr ließ sich entnehmen, dass insgesamt 8822 Fahrzeuge die Messstelle passierten. 5144 hielten sich an die Vorschrift. Die anderen 3738 lagen teilweise weit über der 30er-Grenze. Wäre dort die Polizei im Einsatz gewesen, hätte es 46 Fahrverbote für Leute gesetzt, die bis zu 80 Stundenkilometer fuhren.

Die Rechnung ging noch weiter: Nach Strafzetteln wären 650 Punkte in Flensburg registriert und ein Bußgeld von sage und schreibe 184 000 Euro verhängt worden. Die Polizei in Nabburg sei von diesem Messergebnis unterrichtet worden, ließ Bürgermeister Ziegler wissen. Könnte gut sein, dass sie nun entsprechende Schritte einleitet.

Gespräche mit Ingenieur


Die Gemeinde ist verpflichtet, ein sogenanntes Kanalkataster erstellen zu lassen. Informell gab der Bürgermeister bekannt, dass er demnächst Gespräche mit einem Ingenieurbüro führen wird. Daraus ergab sich eine Diskussion, bei der die Frage auftauchte, ob denn wirklich Eile bei diesem viel Geld kostenden Projekt angesagt sei. In diesem Zusammenhang erinnerte der geschäftsleitende Beamte Peter Fleißner daran, dass per Ratsbeschluss bereits ein Förderantrag an den Staat gestellt worden sei. Dieses Programm laufe bis 2019. Fleißner betonte, dass die Kataster-Erstellung sich nicht umgehen lasse. "Das kann man der Gemeinde vorschreiben. Welche Maßnahmen wir danach ergreifen, bleibt uns überlassen."

Ein Schwandorfer Ingenieurunternehmen hat, wie Bürgermeister Christian Ziegler aus einer nichtöffentlichen Sitzung berichtete, den Auftrag erhalten, fünf als baufällig geltende Brücken über den Fensterbach statisch zu untersuchen. Dabei sollen Lösungsvorschläge für die Gemeinde erarbeitet und vorgelegt werden.
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