Überprüfung von Honorarverträgen kommt Gemeinde Fensterbach teuer zu stehen
Zustimmung mit Zähneknirschen

Politik
Fensterbach
19.04.2016
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Die Wortwahl war drastisch. Vor dem versammelten Gemeinderat sagte Uli Bauriedl: "Ein Anwaltsbüro mit der Überprüfung der Honorarverträge zu beauftragen, war der größte Schwachsinn, den wir machen konnten."

Denn die Kommune kostet diese Entscheidung unterm Strich 37 000 Euro mehr als ursprünglich angenommen. Die Vorgeschichte: In Högling wird der gemeindeeigene Kindergarten saniert und erweitert. Dazu hatte sich der Gemeinderat mit Mehrheit entschlossen, die vom Planer vorgelegten Ingenieurverträge durch ein Fachanwaltsbüro in Regensburg prüfen zu lassen. Daraus ergaben sich Änderungshinweise. Man konnte aber auch lesen, dass der Planer bei einigen der durch ihn vorgelegten Entwürfe unter den Sätzen blieb, die ihm eigentlich zustünden.

In der Folge änderte sich dies. Zum Nachteil der Gemeinde, wie sich herausstellte. Denn statt der ursprünglich veranschlagten Gebühren in Höhe von 161 630 Euro stehen nun 198 361 Euro unter dem Rechnungsstrich. Also runde 37 000 Euro mehr. Das entspricht üblichen Sätzen, die verlangt werden können.

Was also tun? Der Gemeinderat hatte letztlich keine andere Wahl, als in den sauren Apfel zu beißen und zuzustimmen. Damit sind die Verträge für Tragwerksplanung, technische Ausrüstung, Elektrotechnik, Gebäudeplanung sowie Wärme- und Brandschutz genehmigt. Uli Bauriedl dazu: "Das kostet den Steuerzahler eine Menge Geld."
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