Vorentwurf für den Fensterbacher Etat steht
Spielraum für Investitionen

Der Bau des Leichenhauses am Friedhof Wolfring ist, wie andere Projekte im Ort auch, finanziell abgesichert, wenn es nach dem Vorentwurf des Haushalts geht.
Politik
Fensterbach
24.02.2016
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Das war durchaus ein Grund zur Freude: Die Gemeinde Fensterbach muss heuer den Finanzgürtel nicht gar zu eng schnallen. Sie hat Raum für Investitionen und will ihn auch nutzen. Denn es gilt, eine Reihe von unaufschiebbaren Projekten zu bezahlen.

Als Kämmerer Thomas Rambach nach über einer Stunde seine Informationen für den Etat 2016 beendet hatte, gab es keine Nachfragen. Der im Rathaus tagende Gemeinderat war detailliert informiert worden und hatte durch Rambach erfahren, dass es so schlecht nicht steht um die Finanzen. Besser jedenfalls, als in den vorangegangenen Jahren. Gleichwohl - und das hatte die Sitzung deutlich gemacht - wird noch immer jeder Euro gebraucht. In Zukunft zum Beispiel für eine Reihe arg vom Zeitzahn angenagter Brücken, die im Gemeindeeigentum stehen.

Mehr Steuern


Seiner Information legte der Kämmerer eine Vielzahl von Einzelbeträgen zugrunde. Er wandte sich zunächst den Einnahmen im Verwaltungshaushalt zu und informierte, dass rund 1,2 Millionen Euro Gewerbesteuer in die Gemeindekasse fließen werden. Das ist eine stattliche Anhebung gegenüber 2015. Insgesamt addierte Rambach 2,52 Millionen Euro an Steuereinnahmen.

Letztes Jahr waren es 2,05 Millionen. Die Gesamteinahmen im Verwaltungstetat bezifferte der Gemeindekämmerer auf 3,57 Millionen Euro. Letztes Jahr waren es 3,41 Millionen. Im sogenannten Vermögenshaushalt errechnete Thomas Rambach 2,85 Millionen Euro an Gesamteinnahmen. 2015 stand an gleicher Stelle ein Betrag von 1,47 Millionen. Damit kam er zur Gesamtaddition der Einnahmen beider Etats: Heuer 6,61 Millionen, letztes Jahr 4,89 Millionen Euro. Damit war endgültig klar, dass die Finanzlage so schlecht nicht aussieht.

Wie steht es bei den Ausgaben? Auch darauf gab es Antworten. Thomas Rambach bezifferte unter anderem die im Verwaltungshaushalt untergebrachten Personalausgaben auf knapp über eine Million Euro (2015: 955 000 Euro), er berichtete von ständig sinkenden Zinsbelastungen. Sie betragen heuer rund 49 000 Euro und werden in den nächsten Jahren mutmaßlich weiter zurückgehen.

Geld für Baumaßnahmen


Erfreulich war, was der Kämmerer danach signalisierte. In diverse Baumaßnahmen können seinen Angaben zufolge 2,24 Millionen Euro investiert werden. Damit sind bereits laufende Projekte wie die Kindergartensanierung in Högling, die Erschließung des Baugebiets Steinleite II in Dürnsricht, die Erstellung eines Kanalkatasters, der Bau eines Leichenhauses am Friedhof Wolfring und der Breitbandausbau im gesamten Gemeindegebiet finanziell abgesichert. Zum Vergleich: Letztes Jahr standen für Baumaßnahmen knapp über eine Million Euro zur Verfügung.

Die Gesamtsummen an Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt nannte Kämmerer Rambach bei dieser Sitzung noch nicht.

Lob aus dem Plenum


Das will er bei der nächsten Zusammenkunft des Gemeinderats im März tun, wenn der Haushalt 2016 zu verabschieden sein wird. Allerdings setzte er jetzt schon Signale und durfte für seine Arbeit Lob und Zustimmung des Plenums entgegen nehmen.
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