Wahl im zweiten Anlauf
Chrsitan Ziegler Vorsitzender des Wasserzweckverbandes

Die Entscheidung fiel erst im zweiten Wahlgang: Christian Ziegler (links) ist neuer Vorsitzender des Wasserzweckverbands Fensterbach/Schmidgaden. Josef Deichl bekam die Funktion des Stellvertreters. Bild: hou
Politik
Fensterbach
05.03.2016
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Erst gab es eine Patt-Situation. Also musste ein zweites Mal gewählt werden. Danach stand fest: Christian Ziegler ist neuer Vorsitzender des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Gemeinden Fensterbach und Schmidgaden.

Im Sommer letzten Jahres starb der Fensterbacher Bürgermeister Hans Schrott. Er war auch Vorsitzender des Wasserzweckverbands. Von daher musste neu gewählt werden, als nun das Gremium im Wolfringer Rathaus tagte. Doch bevor dies geschah, gab es eine Schweigeminute für Schrott.

Was danach geschah, dauerte länger als erwartet. Um das Amt des Vorsitzenden bewarb sich neben dem Fensterbacher Bürgermeister Christian Ziegler auch das Schmidgadener Gemeindeoberhaupt Josef Deichl. Er hatte seit Hans Schrotts Tod die Geschäfte geführt. Die Verbandsräte stimmten geheim ab, danach stand fest: Jeweils sechs Stimmen waren auf Deichl und Ziegler entfallen. Ein Votum lautete auf den Namen der Verbandsrätin Sonja Haubelt. Doch die hatte gar nicht kandidiert.

8:5 für Ziegler


Eine Patt-Situation also zwischen Ziegler und seinem Schmidgadener Bürgermeisterkollegen. Dadurch wurde ein zweiter Urnengang erforderlich. Diesmal war das Ergebnis eindeutig: Acht für Ziegler, fünf für Deichl. Die Kontrahenten versicherten sich gegenseitiger Wertschätzung und signalisierten gemeinsames Handeln. Dabei stand gleichzeitig fest: Josef Deichl bleibt wie bisher Stellvertreter des Vorsitzenden. Bei einem dritten Wahlgang hätte das Los entscheiden müssen.

In der dann beginnenden jährlichen Zusammenkunft des Zweckverbands wurde zunächst einstimmig beschlossen, die Aufträge für die Erschließung der Baugebiete "Schmidgaden West III" und "Steinleite II Dürnsricht" auszuschreiben. Das Projekt in Schmidgaden umfasst 35 Bauparzellen und soll ab Herbst dieses Jahres beginnen. "Steinleite II" enthält elf Baugrundstücke, es befindet sich momentan in der Planung. Die Verbandsmitglieder kamen überein, nach Eingang der Angebote den Zuschlag dem Verbandsvorsitzenden zu überlassen.

Er muss sich an denjenigen Anbietern orientieren, von denen die jeweils wirtschaftlichste Offerte kommt. Dem Gremium lagen Überprüfungen für das Haushaltsjahr 2014 vor. "Ein Jahr ohne Besonderheiten", ließ Kämmerer Thomas Rambach anklingen. Die Rechnungen kamen ohne Gegenstimme zu den Akten. Die Verbandsräte stimmten ferner einer Neuanschaffung des Fahrzeuges für den Wasserwart zu.

Höhere Gebühren


Danach legte Thomas Rambach die Finanzrechnung für 2016 vor. Sie schließt in Einnahmen und Ausgaben im Vermögenshaushalt mit einer Summe von 399 00 Euro. Im Verwaltungsetat steht eine Summe von 485 300 Euro unter dem Bilanzstrich. Rambach wandte sich zunächst dem Verwaltungshaushalt zu, sprach von 406 800 Euro Einnahmen (2015: 321 300 Euro) und führte die Steigerung auf eine Anhebung der Gebühren zurück. Wesentlich erschien dem Kämmerer, dass der Stromverbrauch in den Wasseranlagen nach wie vor bei über 40 000 Euro liegt. Dem Vermögensetat, so Rambach, könnten heuer rund 88 000 Euro zugeführt werden.

Bei der Schilderung des Vermögenshaushalts nannte Kämmerer Rambach zwei kostenträchtige Maßnahmen. Die Sanierung der Saugbehälter im Wasserwerk wird heuer mit weiteren 148 000 Euro veranschlagt, die Erweiterung und Erneuerung von Rohrnetzen steht mit 195 000 Euro im Plan. Rambachs Erläuterungen fanden ungeteilte Zustimmung. In der Konsequenz daraus wurde danach der Gesamtetat für 2016 einstimmig genehmigt.
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