Fensterbacher Bürgermeister erhält Besuch von zwei Vollblutmusikerinnen
D’Raith-Schwestern und da Ziegler

Der Blaimer mit seinen hüftlangen Haaren auf dem Plakat, die Raith-Schwestern Susanne (links) und Tanja (rechts) in Original: Die beiden Vollblutmusikerinnen besuchten ihren Musikerfreund Christian Ziegler (Mitte) und kündigten ein Konzert im Oktober an. Bild: hou
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Fensterbach
18.08.2016
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"I mog's bunt!" im KulturzentrumDie Raith-Schwestern haben dem Fensterbacher Bürgermeister Christian Ziegler schon vor langer Zeit einen Auftritt in seiner Gemeinde versprochen. Diese Zusage lösen sie nun am Samstag, 29. Oktober, ein.

Ab 20 Uhr treten die beiden lebenslustigen Damen gemeinsam mit Andreas Blaimer und ihren anderen Bandmitgliedern im Dürnsrichter Kulturzentrum auf. Einer dieser Mitstreiter ist übrigens der Sohn des einstigen Showband-Chefs Ambros Seelos. "I mog's bunt!" heißt das Programm der Raith-Schwestern und ist ein Streifzug durch bayerische Befindlichkeiten unserer Zeit. Der Titel ist sehr deutlich einzuordnen. Denn mit dem Begriff "bunt" wird denen die Stirn geboten, die da meinen, sie müssten "braun" in diesem Land daherkommen.

Ein Stück Kultur im Kulturzentrum. Gemacht von Leuten aus der Oberpfalz, die die Region glänzend unter den Showgeschäft-Größen aus Bayern vertreten. Karten zu 21 Euro gibt es im Rathaus der Gemeinde Fensterbach (09438/90 11 10). (hou)

Sie kommen von der Volksmusik und machen Musik fürs Volk. Zwei Frauen aus der Oberpfalz, die sich in allen bayerischen Konzertsälen etabliert haben: die Raith-Schwestern. Die Vollblutmusikerinnen treffen Gleichgesinnte gerne auch einmal privat.

Bürgermeister Christian Ziegler ist nicht nur Gemeindeoberhaupt. Er gilt auch als ein Meister des Blasinstruments, wird jetzt zusammen mit Profis aus ganz Deutschland auf einem der Podien des Straubinger Gäubodenfestes sitzen. Das wollen sich Tanja und Susanne Raith aus Wald bei Roding nicht entgehen lassen. Doch weil dort Trubel herrscht, besuchten sie ihren langjährigen Musikanten-Freund Christian Ziegler in dessen Heimatgemeinde.

Auf der Terrasse


Der Plausch auf der Hotelterrasse in Wolfringmühle dauerte zweieinhalb Stunden. Dabei kamen Namen ins Gespräch, die nicht nur in Künstlerkreisen bekannt sind: Haindling-Bandleader Hans-Jürgen Buchner oder Kabarettist und Schauspieler Ottfried Fischer. Freunde und Leitfiguren für die Raith-Schwestern. Längst aber haben sie einen eigenen Stil, sind zusammen mit einem Partner namens Andreas Blaimer zum Begriff geworden. "Da Blaimer", wie ihn Tanja Raith nennt, ist übrigens ihr Ehemann und Vater des gemeinsamen 15-jährigen Sohnes.

Musikalische Familie


Tanja und Susanne Raith kommen aus der Volksmusikszene. Mutter Monika hat ihnen den musikalischen Weg gewiesen, schon als Kinder standen sie auf der Bühne. Damals mit Alois Gillitzer aus Niedermurach und Otto Peisl aus Cham. Langsam, aber sehr zielorientiert, entwickelten sie daraus einen eigenen Stil. Er lässt sich nirgends einordnen, trägt Alleinstellungsmerkmale: rockig und swingend manchmal, dann wieder strikt an den Wurzeln entlang. Glänzend im Gesang, bester Gitarrensound, eine Prise Kabarett dazwischen gestreut.

"I g'hör net nach Hamburg" heißt einer ihrer Songs. Richtig: Da haben sie nie hin gewollt, die Raith-Schwestern. Von daher, so erzählen beide, managen sie sich selbst, nehmen nahezu ausschließlich Termine im Freistaat an. Weil sie dort so reden und singen können, wie ihnen der oberpfälzische Schnabel gewachsen ist. An der Alster würden beide wohl viele Fragezeichen beim Publikum hinterlassen, wenn plötzlich ein für bayerische Ohren gedachtes Lied namens "Mi juckt mei Fuaß" erklingt.
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