Jagdgenossenschaft Högling verlängert Vertrag mit Ekkehard Zink
Bei Wildschäden einig

Jagdvorsteher Markus Schwarz (rechts) und sein Stellvertreter Albert Hausmann (links) freuen sich über weitere neun Jahre Zusammenarbeit mit Jagdpächter Ekkehard Zink (Zweiter von links). Auch Bürgermeister Christian Ziegler gratulierte. Bild: nib
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Fensterbach
24.03.2016
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Die Jagdgenossenschaft Högling verlängert vorzeitig den Pachtvertrag mit dem Jagdpächter. Der neue Vertrag beteiligt die Jagdgenossen am Risiko des Wildschadens.

Jagdvorstand Markus Schwarz erinnerte bei der Jagdversammlung an eine ganze Reihe von Terminen, so den Abend für die Frauen und den Besuch eines Bullenmastbetriebs. Das aktuelle Verbissgutachten sieht vor, den Abschussplan beizubehalten. Jagdpächter Ekkehard Zink gab einen Situationsbericht über das Revier. Eine Treibjagd brachte eine ansehnliche Strecke. Zwei Sauen konnten erlegt werden und die Vorgaben des Abschussplans wurden erfüllt.

Bei der Versammlung stellte Jagdpächter Ekkehard Zink sein Angebot für die vorzeitige Verlängerung des Jagdpachtvertrags vor. Er schlug eine Beteiligung der Jagdgenossen am Risiko des Wildschadens vor. Die ersten 1 000 Euro Schaden trägt er als Jagdpächter. In den letzten Jahrzehnten habe dieser Betrag auch dank der im gegenseitigen Einvernehmen erfolgten Bewertung der Schäden leicht ausgereicht. "Ich werde mich auch weiterhin bemühen, durch Hegemaßnahmen Schäden zu vermeiden, denn ich will diese 1 000 Euro nicht zahlen müssen" stellte Zink klar.

Da aber weder die künftige Entwicklung der Landwirtschaft noch die der Wildschweine vorhergesehen werden kann, wollte Zink das Risiko verteilt wissen. So werden über einen Zeitraum von drei Jahren jährlich 700 Euro als Sonderbeitrag zurückgelegt. Dieser Betrag deckt dann den Anteil der Jagdgenossen am Schaden sobald er 1000 Euro übersteigt. Den weiteren Schaden übernimmt wieder der Jagdpächter. Sollte der Sonderbeitrag nicht für Schäden aufgebraucht werden, erfolgt im dritten Jahr die Auszahlung als Jagdpachtzins und der dreijährige Zeitraum beginnt erneut zu laufen. Die Jagdgenossen stimmten unter diesen Bedingungen mit den erforderlichen Mehrheiten der Verlängerung des Pachtvertrages ab April 2017 um weitere neun Jahre zu.

Auch für die Verwendung des Jagdpachtertrags für das Jagdjahr 2015/2016 fand der Vorschlag der Vorstandschaft die erforderlichen Mehrheiten. So werden aus dem Jagdertrag 5 Euro je Hektar an die Genossen ausbezahlt. Bürgermeister Christian Ziegler würdigte abschließend die gute Hegearbeit des Jagdpächters.
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