Ruhestandspfarrer Richard Salzl feiert Jubiläum
Geschätzter Wegbegleiter

Bereits vor dem Gottesdienst nutzen die Teilnehmer die Gelegenheit, Pfarrer Richard Salzl (rechts) zu gratulieren.
Vermischtes
Fensterbach
28.06.2016
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Die Kinder der Grundschule halten den Namen Richard Salzl hoch. Jeder Buchstabe stand für eine Charaktereigenschaft des Jubilars.

Er ist ein Geistlicher mit Bodenhaftung, spricht die Sprache der Menschen, die er seit 40 Jahren seelsorgerisch begleitet. Ruhestandsgeistlicher Richard Salzl feierte sein Priesterjubiläum - und seine Wegbegleiter mit ihm.

-Dürnsricht. Zahlreiche Helfer bereiteten am Samstag und am frühen Sonntagmorgen den Vorplatz der Pfarrkirche Dürnsricht vor und legten einen schönen Blumenteppich. Viele Menschen haben in vier Jahrzehnten den Weg des Ruhestandsgeistlichen gekreuzt. Mit seinem Humor und seinem Schalk, aber auch mit seinem Brennen für Jesus Christus ist der Ruhestandsgeistliche ein geschätzter Seelsorger. Die Gäste nutzten noch vor dem Gottesdienst die Gelegenheit, dem Jubilar zu beglückwünschen und ein paar Worte zu wechseln. Es kamen auch Gratulanten, die Pfarrer Salzl noch aus der Zeit kannten, als er das Handwerk des Ofensetzers ausübte. Später folgte er dem Ruf Priester zu werden. Sein Weg führte ihn in die Spätberufenenschule nach Waldram. Dorthin hat er heute noch gute Beziehungen. Das zeigte sich auch darin, dass die Waldramer Sänger den Gottesdienst musikalisch gestalteten. Gäste kamen auch aus Viechtach. Dort begann Salzl als Kaplan sein priesterliches Wirken.

Bewegte WAA-Zeiten


Stark vertreten waren die Seebarner und Pentinger. Hier wirkte der Geistliche 30 Jahre lang von 1980 bis 2010 als Pfarrer und prägte nachhaltig das kirchliche Leben. Es war eine bewegte Zeit: Die atomare Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf sollte gebaut werden. Pfarrer Salzl wurde durch seinen Widerstand gegen das Projekt bekannt. Altlandrat Hans Schuierer, ein Symbol dieses Widerstandes, gratulierte seinem alten Mitstreiter zum Priesterjubiläum, ebenso der ehemalige Vorsitzende der BI, Wolfgang Nowak. Lange Jahre war der Jubilar auch Seelsorger der Katholischen Landvolkbewegung für den gesamten Landkreis Schwandorf. Viele Landvolkgruppen gaben sich ein Stelldichein in Dürnsricht. Im Jahre 2010 trat Richard Salzl in den wohlverdienten Ruhestand. Seit dieser Zeit hat er eine neue Heimat zunächst in Schmidgaden und seit einem Jahr in Dürnsricht gefunden. Dort hilft er immer noch als Geistlicher tatkräftig mit. Vereine mit ihren Fahnenabordnungen gratulierten ebenso wie die Bürgermeister aus Schmidgaden, Fensterbach und Niedermurach.

Gemeinsam mit Dekan Michael Hoch zogen Pfarrer i.R. Richard Salzl und sechs Geistliche in die Albertus-Magnus-Kirche ein. Dort zelebrierten sie gemeinsam den Festgottesdienst. Dekan Michael Hoch ging in seiner Predigt auf das Wirken des Jubilars ein, aber auch darauf, was es bedeutet, Priester zu sein: "Priester zu sein, fordert sicher heraus, es ist aber auch ein wunderschöner Weg. Es ist der Weg, der uns Gott näher bringt".

Schöne Geste der Kinder


Pfarrgemeinderatssprecherin Sandra Schieder und Kirchenpfleger Günther Schießl gratulierten dem Jubilar anschließend mit Blumen. Eine besondere Überraschung gab es von den Grundschülern: Sie hielten Buchstaben mit Pfarrer Salzls Namen hoch und verbanden jeden Buchstaben mit einer Charaktereigenschaft, die Richard Salzl auszeichnen. Nach dem Gottesdienst versammelten sich alle Besucher am Vorplatz der Kirche. Bei Essen und zu Trinken bot sich die Gelegenheit, mit dem Jubilar zu plaudern.
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