Betreiber will Ende nächsten Jahres öffnen - Detailfragen offen
Therme wieder brandaktuell

Die letzten Rauchschwaden könnten sich schnell verziehen. Immer wieder flammte der Thermen-Streit zwischen der Gemeinde und Bäder-König Heinz Steinhart auf, doch nun scheint eine gütliche Einigung in greifbarer Nähe - inklusive Wiederaufbau. Zur Freude vieler Badefreunde. Archivbild: bkr
Lokales
Fichtelberg
25.09.2014
26
0

Sechs Jahre Querelen und Streitereien. Nun könnte es mit dem Wiederaufbau der abgebrannten Therme ganz schnell gehen. Betreiber Heinz Steinhart will bereits Ende nächsten Jahres eröffnen. Doch bis es soweit ist, müssen noch entscheidende Detailfragen geklärt werden.

In angenehmer Atmosphäre tauschten sich in den vergangenen Tagen die Gemeinde und Bäder-Betreiber Heinz Steinhart über den Wiederaufbau der Therme aus (wir berichteten). Die Pläne liegen nun vor, der Wiederaufbau soll innerhalb des Bebauungsplans bleiben. Lediglich für den Eingangsbereich wäre eine Abstandserklärung für eine kleinere Fläche von der Kommune erforderlich, teilte Bürgermeister Georg Ritter auf Nachfrage unserer Redaktion mit.

Dem Nordbayerischen Kurier sagte Steinhart, dass er noch in diesem Jahr mit dem Wiederaufbau beginnen wolle. Im Winter könnten bereits die Bauarbeiter anrücken. Das neue Bad werde in einer Art Baukastensystem errichtet, weswegen mit einer relativ kurzen Bauzeit zu rechnen ist. Bereits Ende 2015 plant Steinhart die Eröffnung der neuen Therme.

Bei den Verhandlungen über den Wiederaufbau gingen sowohl Steinhart als Ritter davon aus, dass das Oberlandesgericht (OLG) Bamberg die außerordentlichen Kündigungen des Betreibervertrages durch die Gemeinde vom September und November 2012 für rechtsunwirksam erklärt und dies am 7. Oktober im Urteil verkünden wird. Bei den letzten Verhandlungen wurde deutlich, dass der Senat Zweifel am zeitlichen Zusammenhang zwischen Brand und Kündigung hat. Die Beobachter gewannen dabei den Eindruck, dass der Vertrag weiterhin gültig sei. Zudem ließ das Gericht keinen Zweifel an der Möglichkeit, den Managementvertrag nach dem Wiederaufbau weiter zu erfüllen. Die Betriebspflicht sei durch den Brand nicht unmöglich geworden, sondern nur unterbrochen.

"Sollte das Urteil anders ausfallen und die außerordentlichen Kündigungen rechtens sein, müssten neue Verträge ausgehandelt und Beschlüsse durch den Gemeinderat gefasst werden", sagte Georg Ritter. Laut dem Rathauschef wird das Thema "Wiederaufbau" ein Punkt der Gemeinderatssitzung am 14. Oktober sein. Bis dorthin hofft er, das Urteil des OLG auf dem Tisch zu haben.

Bis zur Gemeinderatssitzung soll auch geklärt werden, ob die Kommune als Eigentümerin der Brandruine für den Wiederaufbau verantwortlich ist und damit diesen öffentlich ausschreiben müsste. Oder ob Heinz Steinhart, aufgrund bestehender Verträge, als Bauherr auftritt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Bebauungsplan (4090)September 2014 (8406)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.