Bischof ehrt Hans Bauer mit Wolfgangsmedaille
Ein "Weltchrist"

Lokales
Fichtelberg
28.01.2015
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Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer hat "elf engagierten Weltchristen" die Wolfgangsmedaille verliehen, die höchste Auszeichnung, die das Bistum zu vergeben hat. Unter den Geehrten ist auch Hans Bauer, der Erste in Fichtelberg, dem bislang diese Ehre zuteil wurde.

Viel Arbeit investiert

Damit würdigte der Regensburger Oberhirte den nimmermüden, außergewöhnlichen ehrenamtlichen Einsatz des Kirchenpflegers und zweiten Vorsitzenden des Elisabethenvereins für Kindergarten, Krankenpflege, kirchliche und soziale Belange seit der Zeit von Anton Winkler Mitte der 60er Jahre. Und nur Insider ahnen wohl, wie viel Arbeit, Verzicht auf Freizeit, Wissen, Veränderung und Zeitaufwand hinter diesem halben Jahrhundert und diesen immensen Zahlenwerken stehen.

Hans Bauer ist in Weiden geboren, wo er auch das Gymnasium besucht hat. 1963 wechselte er dienstlich zur Sparkasse Bayreuth als Leiter der Geschäftsstelle Fichtelberg. Natürlich versagte er sich damals der Bitte von Pfarrer Anton Winkler nicht, in der Pfarrei mitzuarbeiten, weil er sich doch schon frühzeitig mit Kirche und Glaube beschäftigte. Und diese Begeisterung und der Ursprung seines Einsatzes hatten familiäre Wurzeln und kamen aus seiner Mitgliedschaft in der Jugendgruppe der Marianischen Congregation und des anschließenden "Sodalenrings der MC Weiden", dem Hans Bauer heute noch angehört.

Seine Anliegen in Fichtelberg waren die Mit- und Aufbauarbeit in der Kirchenverwaltung und im Trägerverein für Kindergarten und ambulante Krankenpflege, dem Elisabethenverein. In seiner beruflichen, betriebswirtschaftlichen und verwaltungswirtschaftlichen "Vorbelastung" sah er einen brauchbaren ehrenamtlichen Nutzen für seine Pfarrei. 1963 hatten diese Einrichtungen noch 6 Mitarbeiter, heute sind es 36.

"Was wären wir ohne sie", ist Leiterin Sandra Unglaub dankbar für Bauers immenses Engagement. "Sie sind immer für uns da, offen für noch so verrückte Ideen, lösen Probleme, wo's nur geht", bestätigt Kindergartenleiterin Maria Prechtl. Und natürlich weiß auch Ortspfarrer Josef Fischer Bauers großes Engagement sehr zu schätzen, zumal die Aufgaben in und um die Kirche immer mehr und anspruchsvoller werden.

Auch Erfolgserlebnisse

"In christlicher Verantwortung kann ich viel der Gemeinschaft zurückgeben, in der ich leben darf", sagt Hans Bauer. Seine Arbeit, die seinen Aussagen nach selbstverständlich auch mit Erfolgserlebnissen verbunden war, ist längst zur Lebensaufgabe geworden. Überzeugt ist er aber auch, dass sein Einsatz ohne die Bereitschaft der Familie nicht machbar wäre. "Denn Voraussetzung für mein Engagement ist, dass meine Ehefrau Mathilde und meine beiden Söhne die erforderlichen Opfer an Zeit und in gleicher Gesinnung mittragen." Und dafür ist er ihnen auch heute noch sehr dankbar.
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