Chef der Bayerischen Staatsforsten auf Stippvisite bei Förstern in Fichtelberg
Ein Auge auf den Auerhahn

Lokales
Fichtelberg
03.06.2015
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Zu einem Kurzbesuch kam Martin Neumeyer, der neue Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, zum Forstbetrieb. Im Mittelpunkt standen der Austausch mit den Mitarbeitern und ein erster Eindruck von der Tätigkeit der Förster vor Ort.

Stürmischer hätte sein Einstieg nicht sein können. Zum 1. April übernahm Neumeyer die Aufgabe des Vorstandsvorsitzenden bei den Bayerischen Staatsforsten. Und just in diesen Tagen fegte der Orkan Niklas übers Land und wirbelte auch "seinen" Staatswald durcheinander. Trotz der vielen Arbeit in Folge des Sturms nahm sich der Chef der BaySF aber die Zeit und besuchte jetzt die Förster in Fichtelberg.

Der ausgebildete Jurist und vorher oberste Beamte am Landwirtschaftsministerium sowie in leitender Funktion in der Staatskanzlei, zeigte sich im Gespräch mit den Forstmitarbeitern sehr offen und interessiert an deren Wünschen, Sorgen und Anregungen. Ein besonderes Augenmerk versprach er, auf die Einbindung der Beschäftigten in wichtige Entscheidungsprozesse zu legen.

Auch will Neumeyer das Bild der Forstwirtschaft in der Öffentlichkeit verbessern. "Wir müssen den bayerischen Weg in der Forstwirtschaft deutlich herausstellen. Nützen und schützen, heißt unsere Devise." Anhand von Beispielen am Ochsenkopf konnten die Fichtelberger Förster dies gut unter Beweis stellen. Am "Erlebnisberg" des Fichtelgebirges gilt es, neben Holznutzung und Pflanzung von Mischbaumarten auch die Wünsche der Wanderer, Skifahrer, Langläufer oder Mountainbiker zu berücksichtigen und auch offen für neue Entwicklungen wie Zipline, Kletterwald oder Sommerrodelbahn zu sein. Dies alles steht oft in Konkurrenz zu den Bedürfnissen scheuer Waldbewohner, wie zum Beispiel den Auerhühnern, deren Rückzugsgebiete zu erhalten und zu sichern sind.

"Wir als Forstbetrieb wollen alles in unserer Macht stehende tun, um diese seltenen Waldvögel im Fichtelgebirge zu erhalten", bekräftigte Winfried Pfahler. Seinen stimmungsvollen Ausklang fand der Besuch mit einer Brotzeit.
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