Das Binden von Heilpflanzen und Blumen ist ein 1000 Jahre alter Brauch
Mindestens sieben Kräuter

Mindestens sieben Kräuter gehören in den Strauß, der zu Maria Himmelfahrt geweiht und zum Trocknen aufgehängt wird. Bild: gis
Lokales
Fichtelberg
13.08.2015
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Über 1000 Jahre alt ist auch der Brauch, aus heilkräftigen Pflanzen und Blumen einen Strauß zu binden und Kräuterbüschel am 15. August, am Feiertag Mariä Himmelfahrt, dem "Hammricher Frauentag", weihen zu lassen.

Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt, nicht nur weil die Pflanzen im Hochsommer die stärkste Heilkraft haben, sondern auch, weil ein Zusammenhang mit dem Marienfest besteht: So berichtet die Legende, dass Apostel das Grab der Mutter Gottes öffneten und statt des Leichnams duftende Kräuter und Blumen vorfanden .Durch die Rückbesinnung des Menschen auf die Verantwortung für die Schöpfung hat dieser alte Brauch einen ungeahnten Aufschwung erlebt.

Mindestens sieben Heilkräuter müssen dem Volksglauben nach in den Buschen gebunden werden. Nicht fehlen sollten Johanniskraut, Schafgarbe, Heidekraut, Rainfarn, Beifuß und Salbei. Gebunden wird, was die Region hergibt, dekoriert mit bunten Blumen und Blüten, mancherorts auch mit verschiedenen Getreidesorten.

Nach der Segnung werden die Kräuter und Blumen daheim zum Trocknen aufgehängt als Dank für Gottes Schöpfung und zum Schutz für Haus und Hof.

In Fichtelberg bietet die Aktion 365 Kräutersträuße zugunsten der Missionsarbeit zum Verkauf an: am Freitag, 14. August, vor und nach der Vorabendmesse um 18.30 Uhr in der Antoniuskirche in Neubau und am Samstag, 15. August, vor und nach dem Festgottesdienst um 10 Uhr in der Pfarrkirche.

In Mehlmeisel verkauft der örtliche Fichtelgebirgsverein zum Feldgottesdienst am Hammerkirchl um 9 Uhr Kräuterbüschel. Der Erlös kommt der Kapelle zugute.
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