Feste Größe über Fichtelberg

Lokales
Fichtelberg
08.05.2015
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Der Kirchturm hat Schmuck, Kreuz und Kugel zurück. "Gott sei Dank", kommentierte Pfarrer Josef Fischer den sichtbaren Fortschritt bei der Sanierung. Doch noch immer stehen etliche Bauarbeiten bevor.

Kirchenpfleger Hans Bauer stimmte gerne zu. Liegen bei ihm doch Koordination und das Erstellen von Anträgen samt umfangreichem Schriftverkehr.

In einer verschweißten Metallbuchse wurde der Kugel eine Urkunde beigelegt. unterzeichnet hatte sie Pfarrer, Kirchenpfleger, Pfarrgemeinderatssprecher Joachim Rubenbauer, Reiner Tremer und Reinhold Horn vom Staatlichen Bauamt Bayreuth sowie alle, die beim Anbringen der Turmzier dabei waren.

Neben Dank und Lobesworten heißt es darin, dass "das Kreuz auf der Spitze unseres Kirchturms als feste Größe über Fichtelberg und der Umgebung bleibt, auch wenn sich bei den Menschen darunter manches ändert und verändern wird" - eine Aussage, die auch Pfarrer Josef Fischer vor Ort nochmals bekräftigte. In der Turmkugel befinden sich die Chronik "300 Jahre Pfarrkirche", Bilder aus dem Sanierungsbereich, Münzen des aktuellen Zahlungsverkehrs sowie Zeitungsberichte aus dem Neuen Tag, dem Nordbayerischen Kurier und dem Regensburger Bistumsblatt.

Zudem wurden Presseberichte über den Domprediger Dr. Maier, ehemaliger Kaplan in Fichtelberg, den Kirchenchor sowie ein Auszug aus der Chronik des Männerchors anlässlich seines 50 Gründungsjubiläums nicht vergessen.

Eindringende Feuchtigkeit

Wie Reiner Tremer und Reinhold Horn informierten, sind Zimmererarbeiten an Turm, Helm und Glockengeschoss abgeschlossen Das vorhandene Dachtragwerk ist restauriert. Reparaturen waren vor allem im Bereich der Mauerschwellen notwendig. Aufgrund eindringender Feuchtigkeit verfaulte die tragenden Holzbauteile und mussten erneuert werden. Der Glockenstuhl, der bislang aus Stahl bestand, wurde bereits saniert. Zukünftig ziert die Pfarrkirche ein Glockenstuhl aus Eichenholz, der schonender für das Turm-Mauerwerk sein soll und zudem einen besseren Glockenklang verlauten lässt.

Glocken weit hörbar

Außerdem wurden die stark geschädigten Turmebenen und die Geschosstreppen saniert. Die bestehende Dacheindeckung des Kirchturms aus Naturschiefer war baufällig und musste erneuert werden. Auch die Vorarbeiten für den Innenputz sind bereits ausgeführt. Der innere Bereich des Glockenstuhls ist schon fertig mit Kalk verputzt. Nach der Montage der Turmzier und der Installation des Blitzschutzes wird das Gerüst bis zur Turmtraufe abgebaut und mit den Fassadenarbeiten begonnen. Zeitgleich soll damit die Sanierung der Glocken- und Uhrenanlage einher gehen.

Das wird nicht nur die Nachbarn um die Pfarrkirche freuen, die die Turmuhr sehr vermissen, sondern auch die Gläubigen weit über Fichtelberg hinaus: Wenn die Glocken wieder zum Gottesdienst rufen, zum Gebet läuten und weit ins Land hinein hörbar sein werden - und das mit noch schönerem, angenehmeren Klang als bisher.
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