Fichtelbergs Bürgermeister Castro Riemenschneider begründet Verzicht mit der Familie
Amtsinhaber tritt nicht mehr an

Fichtelberg
23.11.2013
0
0
José-Ricardo Castro-Riemenschneider (CSF) wird bei de Kommunalwahl im März 2014 nicht mehr für das Bürgermeisteramt kandidieren. Auch für den Gemeinderat stehte er nicht mehr zur Verfügung, erklärte der 66-Jährige auf Nachfrage unserer Zeitung.

Die Entscheidung sei vor wenigen Tagen im Kreise der Familie gefallen, betonte Castro-Riemenschneider: "Auch sie hat ihren Anspruch." Dass ihm der Abschied nach 18 Jahren im Amt nicht leicht fällt, gebe er gerne zu. Er bereue es nicht, dass er für das Amt seine Karriere bei der Firma Siemens aufgegeben habe. Jetzt aber brauche ihn die Familie, wiederholte der in Peru geborene und aufgewachsene Bürgermeister. Dabei spielt wohl auch eine Rolle, dass im Dezember sein zweites Enkelkind erwartet wird.

Querelen nicht entscheidend

Über die Geschehnisse in den jüngsten Gemeinderatssitzungen wollte er nicht reden. Auch zum Betreiber des Kristallbades will er sich nicht äußern. "Heinz Steinhart interessiert mich nicht mehr", sagt er dazu lediglich. Allerdings seien die Querelen um das abgebrannte Kristallbad nicht ausschlaggebend für seine Entscheidung. Eines sagt das amtierende Gemeindeoberhaupt dann aber doch noch zur Auseinandersetzung: Als Steinhart mit der Schließung des Bades drohte, stand ein Betreiber bereit, der das Bad weiterführen wollte. Allerdings habe dieser sich wieder zurückgezogen, als das Bad im Mai 2012 abbrannte. Er sei aber überzeugt, dass es in Fichtelberg wieder ein Bad geben wird.

Nachfolge unklar

Nicht sagen konnte er dagegen, wann das Bündnis aus CSF und Freie Wähler einen neuen Kandidaten fürs Bürgermeisteramt nominieren wird. Auch bei der CSU lässt man sich mit der Nominierung Zeit. Erst im Januar werde die Partei wohl die Bewerber für Bürgermeisteramt und Gemeinderat festlegen, erklärte Vorsitzender Jürgen Köferl. Den Verzicht seines "Erzfeindes" aufs Bürgermeister-Amt nahm Köferl gelassen auf. "Es ist nicht das Problem, ob er wieder antritt oder nicht." Viel wichtiger sei es, die Mehrheit im Gemeinderat zu erobern. Um diese wolle er mit seiner CSU kämpfen.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2013 (9944)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.