Gemeinde Fichtelberg tritt Eigentum an der abgebrannten Therme an die Kristall AG ab - ...
Ein Schritt auf einem langen Weg

Lokales
Fichtelberg
02.12.2015
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Kräftiger Rückenwind für den Thermen-Neubau: Gemeinde und Kristall AG haben am Montag den Auflassungsvertrag unterschrieben, der den Eigentumsübergang der Therme und der dazugehörigen Grundstücke an die AG regelt (wir berichteten). Einig sind sich beide Seiten damit aber noch nicht.

Mindestens ein Hindernis existiert noch: der Kaufpreis von über 500 000 Euro. Die Kristall Bäder AG hält mit Schadenersatzforderungen wegen der Verzögerung des Wiederaufbaus dagegen. Um weiteren Zeitverlust zu vermeiden, unterzeichneten die Gemeinde, vorbehaltlich einer noch zu klärenden Mitwirkung des Gemeinderats, und die Kristall Bäder AG eine zweite Urkunde.

Darin bürgt die Kristall Bäder AG für den Kaufpreis mit ihrem Grundstück an der Heinrich-Lindner-Straße, dem ehemaligen Werksgelände der Firma Jahreis. Dies sichert die Ansprüche der Gemeinde, falls die Schadenersatzforderungen der AG ins Leere laufen.

Zweiter Bürgermeister Karl-Heinz Glaser bezeichnet den 39 000 Quadratmeter großen Taleinschnitt der Fichtelnaab als schönstes Grundstück im Ort. Die Industriebrache soll aufgeräumt und kultiviert werden. Die Bäder AG signalisierte, mit der Regierung von Oberfranken eine Bezuschussung abzuklären.

"Wir sind auf einem guten Weg. Das hätten wir schon lange gemacht, wenn man uns gelassen hätte", betonte der Geschäftsführer der Kristall Bäder AG, Heinz Steinhart. Der Bäderkönig nutzte den Termin, um auf die künftige Therme zu blicken. Die soll sich an der Bausubstanz der bisherigen Therme orientieren, die Saunalandschaft soll erweitert werden. Insgesamt soll sie 45 000 Quadratmeter groß werden.

Um die Radonquelle auf Dauer nutzen zu dürfen, werden kleinere Schutzmaßnahmen erforderlich, so zweiter Bürgermeister Glaser. Keine Aussage wollte er über offene Forderungen der Gemeinde machen, die nach dem Jahr 2008 angefallen sind. Die Summe stehe fest, betonte Glaser. Sie zu nennen überlässt er Rathauschef Georg Ritter bei der Bürgerversammlung am 17. Dezember.

Heinz Steinhart sah bei den Vertragsunterzeichnungen nur Vorteile für die Gemeinde. Sie sei das Risiko los; von der Versicherung hätte sie kaum Geld für den Wiederaufbau bekommen. Der nächste Schritt soll nun der Bauantrag sein. Steinhart hofft, dass die Genehmigung Mitte Januar vorliegt.
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